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Spanien im WM-Fieber: Das Finale fesselt über 80 Prozent des Publikums

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Während die Gruppenphase wegen der späten Anstoßzeiten noch unter schwierigen Bedingungen lief, entwickelte sich Spaniens Weg zum WM-Titel im eigenen Land zu einem echten TV-Ereignis.

Am Sonntag endete die 19. FIFA-Fußballweltmeisterschaft in New Jersey. Fünf Wochen lang sorgte das Turnier für die einen für großes Glück, für die anderen für großes Leid. Die deutsche Mannschaft unter Julian Nagelsmann überzeugte zunächst mit einem 7:1-Sieg gegen Curaçao, ehe sie im Sechzehntelfinale gegen Paraguay ausschied. Dennoch blieben die Reichweiten in Deutschland ordentlich: 17,36 Millionen Menschen, darunter 5,65 Millionen 14- bis 49-Jährige, schalteten am Sonntagabend im Schnitt ein – bis 00.59 Uhr (!).

In Spanien selbst war das Interesse am spanischen Fußball zunächst deutlich geringer. Bei der Fußballweltmeisterschaft in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko rutschte der UEFA-Vertreter in den Gruppe-H-Topf, der von zahlreichen Nachtspielen geprägt war. Das war auch deshalb so geplant, weil mit Uruguay eine Mannschaft vertreten war, die dort zur Primetime auflaufen konnte.

Spanien selbst startete am 15. Juni 2026 in die Weltmeisterschaft und traf auf Kap Verde. Der Inselstaat im Atlantik umfasst gerade einmal 593.000 Einwohner, Fußball ist dort Nationalsport. Die Spieler sind nicht zu unterschätzen, das Land kletterte zwischenzeitlich auf den 27. Rang der FIFA-Weltrangliste. Die Partie erreichte in Spanien 8,110 Millionen Zuschauer, zwischen 18.01 und 19.56 Uhr wurden 66,0 Prozent Marktanteil eingefahren.

Gegen Saudi-Arabien konnte Spanien endlich seinen Fußball spielen. Das 4:0 war nicht besonders spannend, bereits in der ersten Halbzeit führte man mit drei Toren Vorsprung. Die 18.00-Uhr-Begegnung sicherte sich 9,873 Millionen Fernsehzuschauer, das führte zu starken 68,9 Prozent Marktanteil. Es folgte noch das Gruppenspiel gegen Uruguay, das allerdings erst um 02.00 Uhr angepfiffen wurde. Zwischen 02.01 und 02.29 Uhr waren in der Nacht zum Samstag 4,601 Millionen Zuschauer wach, zwischen 02.30 und 04.01 Uhr schalteten 4,597 Millionen ein. Zwar war die Reichweite gefallen, allerdings nur minimal. Ob die Spanier auch so stark zugeschaut hätten, wenn am nächsten Tag kein Samstag gewesen wäre? Das werden wir nicht erfahren.

Im Sechzehntelfinale schoss Spanien die Österreicher aus dem Turnier. Die 21.00-Uhr-Begegnung erreichte 11,008 Millionen Fernsehzuschauer, das zweistündige Spiel erzielte einen Marktanteil von 71,0 Prozent. Schließlich kam es zum Aufeinandertreffen mit Portugal am Montagabend, das die Spanier mit 1:0 gewinnen konnten. Im Durchschnitt verfolgten 12,794 Millionen Zuschauer die Partie, die einen Marktanteil von 75,2 Prozent holte.

Obwohl sich das Viertelfinale gegen Belgien auf dem Papier nicht spektakulär anhörte, stand es im kalifornischen Inglewood zur Halbzeit noch 1:1. Der spanische Sieg erreichte 11,454 Millionen Zuschauer, der Marktanteil wurde auf 76,5 Prozent taxiert. Im Halbfinale schossen die Spanier bekanntlich Frankreich aus dem Turnier, das führte zu 14,647 Millionen Zuschauern. Der Marktanteil kletterte auf 81,3 Prozent.

Besonders erfolgreich war das Endspiel in Murcia, Madrid und Andalusien. Vergleichsweise wenige Menschen interessierten sich hingegen in Asturien, Galicien und Katalonien für den Ausgang des Spiels. Der höchste Marktanteil wurde bei den Jugendlichen zwischen 13 und 24 Jahren mit 86,3 Prozent erreicht, andere Gruppen wie Menschen über 65 Jahre sorgten lediglich für einen Marktanteil von 68,8 Prozent. Klar: Diese Menschen können sich auch anderes lineares Fernsehen anschauen, während die jungen Menschen eher zum Streaming wechseln. Diesen Effekt gibt es auch in anderen Ländern wie Frankreich, Italien oder Deutschland.

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