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«Deutschland am Morgen» kann nicht die Zweistelligkeit besorgen

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Die Frage war, ob zum Auftakt mehr Neugierige dabei waren als zuletzt bei der bisherigen «Punkt»-Schiene...

Mit «Deutschland am Morgen» startete am gestrigen Montag, den 4. Mai, das neue gemeinsame Nachrichtenmagazin bei RTL und ntv. Ab dann sollen die Zuschauerinnen und Zuschauer auf beiden Sendern von Montag bis Freitag jeweils von 6 bis 9 Uhr in den Tag begleitet werden. Die Frage war, ob zum Auftakt mehr Neugierige dabei waren als zuletzt bei der bisherigen «Punkt»-Schiene...

Blickt man auf die Auftaktquoten bei RTL, dann lag man enttäuschender Weise im einstelligen Bereich. Denn die erste Folge bewegte nur dürftige 0,05 Millionen Werberelevante zum Einschalten, welche einen Prozentwert in Höhe annehmbarer 9,1 Prozent mit sich führten, die aber keine wirkliche Neugier und erst recht keinen Aufschlag erkennen lassen. Man lag deutlich hinter Sat.1. Zu beachten ist, dass es sich um Durchschnittszahlen von drei Stunden am Stück handelt, während die Punkt-Sendungen separiert ausgewiesen wurden. Der Abschwung nach acht dürfte einen höheren Anteil also verhindert haben. Mit Bezug zur älteren Zuschauerschaft schnitten die beiden Hosts Sabrina Ilski und Jörg Boecker eben noch ok ab - sie war in einer Größenordnung von 0,20 Millionen und 6,8 Prozent anwesend - wirklich gut ist aber auch das nicht. RTL verweist in seiner Kommunikation übrigens auf einen höheren Zielgruppen-Anteil von 13,8 Prozent und auch auf eine etwas höhere Gesamtreichweite - hier dürften allerdings die ntv-Daten mit eingeflossen sein.

Im Gegenprogramm hatte Konkurrent Sat.1 an diesem Tag so oder so deutlich mehr zu Lachen. Dort wurde natürlich das «Frühstücksfernsehen» auf Sendung gelassen. Das Einschaltverhalten der Umworbenen belief sich teils auf das Doppelte und Dreifache im Vergleich zu den reinen RTL-Zahlen. Die Sat.1-Sendung bewegte sich durchschnittlich bei 18,8 Zielgruppen-Prozent (0,10 Millionen), über starke 24,3 Prozent (0,14 Millionen) in zwischenzeitlicher Spitze. Uninteressant auch nicht die Performance bei der Gesamtzuschauerschaft, welche bei schönen 12,0 Prozent am Markt verblieb - 0,35 Millionen insgesamt waren dabei. Auch wenn die Vergleichbarkeit zunehmend unübersichtlicher wird, steht unter dem Strich, dass die neue RTL/ntv-Schiene Aufholbedarf hat.

© AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, Marktstandard: TV. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
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