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«Die Lieblingsschülerin»: Deutschlandfunk beleuchtet Missbrauch in der Schule

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Drei junge Frauen berichten im neuen Podcast von Grooming durch Lehrer – und von einem System, das oft wegschaut.

Wenn sexualisierte Gewalt im schulischen Umfeld geschieht, folgt häufig die Frage: Wie konnte das unbemerkt bleiben? Der neue Deutschlandfunk-Podcast «Die Lieblingsschülerin» widmet sich genau dieser Problematik. Ab dem 26. Februar ist das fünfteilige Format in der Deutschlandfunk-App sowie auf allen gängigen Podcast-Plattformen verfügbar.

Im Zentrum stehen die Erfahrungen von drei jungen Frauen – Marie, Hannah und Zoe (Namen geändert) –, die im Alter von 15 Jahren von ihren Lehrern emotional und sexuell manipuliert wurden. Was zunächst als vermeintliche Unterstützung begann, entwickelte sich zu grenzüberschreitenden Beziehungen. Die Pädagogen nahmen privat Kontakt auf, gaben Telefonnummern oder E-Mail-Adressen weiter und suchten gezielt Nähe. Für dieses Vorgehen gibt es einen klaren Begriff: Grooming.

Journalistin und Host Britta Rotsch spricht mit den Betroffenen über ihre damaligen Erlebnisse und die lange Phase der Sprachlosigkeit. Erst Jahre später konnten sie das Verhalten ihrer Lehrer als Machtmissbrauch einordnen. Der Podcast beschränkt sich jedoch nicht auf die persönlichen Geschichten, sondern analysiert auch strukturelle Defizite im System Schule. Gespräche mit Eltern, Lehrkräften, Schulleitungen sowie Juristinnen und Jugendschutzexperten zeichnen ein Bild davon, wie Institutionen mit solchen Vorfällen umgehen.

Dabei wird deutlich, dass Konsequenzen häufig unzureichend sind: In manchen Fällen werden beschuldigte Lehrer lediglich versetzt, anstatt konsequent aus dem Schuldienst entfernt zu werden. «Die Lieblingsschülerin» fragt daher, wie Schulen verantwortungsvoller mit Nähe, Macht und Sexualität umgehen können – und welche Schutzmaßnahmen bereits existieren, um Schule tatsächlich zu einem sicheren Ort für Kinder und Jugendliche zu machen.

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