Mit «Holt – Der Windkraft-Schwindler» bringen SWR, HR und NDR einen aufwendig produzierten Dokumentarfilm über einen der spektakulärsten Wirtschaftsskandale der vergangenen Jahre ins Programm. Der Film von Jan Peter und Sandra Naumann erzählt die wahre Geschichte von Hendrik Richard Holt, der vom Hoffnungsträger der Energiewende zum verurteilten Millionenbetrüger wurde. Die Produktion von Frisbeefilms steht ab dem 27. März in der ARD Mediathek bereit und wird am 8. April im Ersten ausgestrahlt.Im Zentrum steht der rasante Aufstieg des jungen Unternehmers aus Haselünne im Emsland. Noch keine dreißig Jahre alt, gilt Holt als Visionär und bestens vernetzter Projektentwickler für Windkraftanlagen. Seine Holt Holding inszeniert sich als modernes Familienunternehmen, das große Windkraftprojekte durchsetzt – selbst gegen lokalen Widerstand. Energiekonzerne investieren in das Versprechen genehmigungsreifer Großprojekte. Doch dieses Versprechen basiert laut Film auf systematisch gefälschten Unterlagen, manipulierten Unterschriften und frei erfundenen Zustimmungserklärungen von Eigentümern, Kommunen und Behörden. Ziel war ein milliardenschwerer Deal – errichtet auf einem Fundament aus Täuschung.
Erst eine Anzeige einer Kommunalbeamtin bringt das System ins Wanken. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück beginnt zu ermitteln und legt Schritt für Schritt das Ausmaß des Betrugs offen. Im April 2020 wird Holt im Berliner Hotel Adlon festgenommen, 2022 folgt die Verurteilung wegen bandenmäßigen Betrugs zu langjährigen Haftstrafen – auch mehrere Familienangehörige werden schuldig gesprochen. Holt selbst befindet sich inzwischen im offenen Vollzug. Der Film zeigt, wie charismatische Selbstinszenierung, politische Nähe und familiäre Loyalitäten ein Geflecht entstehen ließen, das Investoren, Partner und letztlich auch die eigene Familie mit in den Abgrund zog.
«Holt – Der Windkraft-Schwindler» ist mehr als die Chronik eines Wirtschaftsstrafverfahrens. Der Film versteht sich als dokumentarischer Wirtschaftsthriller über Gier, Größenwahn und die blinden Flecken eines Systems, das großen Versprechen zu lange vertraut. Nach «Lubi – Ein Polizist stürzt ab» setzt das Team um Jan Peter, Sandra Naumann und Produzent Alexander Bickenbach seine Zusammenarbeit mit dem SWR fort. Die Bildgestaltung übernahm Jürgen Rehberg, redaktionell verantworten den Film Mirjam Dolderer und Antje Stamer (SWR) sowie Julia Klüssendorf (HR) und Timo Großpietsch (NDR).
Alexander Bickenbach, Produzent: „Der Fall Hendrik Holt eröffnete uns die Möglichkeit, eine Geschichte zu erzählen, die weit über einen Wirtschaftsskandal hinausgeht. Dieser Betrug funktionierte nicht im Verborgenen – er funktionierte, weil alle hinsahen und trotzdem glaubten. Im Zentrum steht Holt selbst: seine Selbstinszenierung und Täuschungen, die kollektiven Projektionen auf ihn und die Mechanismen eines Systems, das solche Figuren überhaupt erst zulässt. Daraus entsteht schonungsloses, intensives und druckvolles Entertainment – ein Film über Wahrheit, Lüge und Selbstbetrug, erzählt auch durch den Täter selbst als Protagonisten.“
Sandra Naumann, Co-Autorin „Holt bewegte sich an der Schnittstelle von Politik, Wirtschaft und Energiewende – also in einem Bereich, der gesellschaftlich hoch aufgeladen ist und in dem große Versprechen, Förderlogiken und Interessen aufeinandertreffen. Nicht der spektakuläre Betrugsfall an sich hat uns interessiert, sondern die Frage, warum er möglich war – und warum so viele bereit waren, ihm zu glauben. Diese gesellschaftliche Dimension war der ausschlaggebende Grund, den Fall filmisch zu untersuchen."
Jan Peter, Creator, Drehbuchautor und Regisseur: „Dabei war uns wichtig, unterschiedliche Perspektiven abzubilden: die des Täters, seines familiären und geschäftlichen Umfelds sowie die der Ermittlungsbehörden und der Journalisten, die den Fall über Jahre begleitet haben. Hendrik Holt hat sein Leben, seinen Erfolg und seine Rolle über Jahre hinweg selbst inszeniert – gegenüber Geschäftspartnern, in der Öffentlichkeit und in sozialen Medien. Wir greifen diese Selbstinszenierung filmisch auf und führen sie weiter, bis sie sich selbst entlarvt.“







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