In der vergangenen Woche berichtete Quotenmeter, dass der Pay-TV-Sender Sat.1 Emotions ab dem 2. Februar die britisch-belgische Serie «Patience» ausstrahlen möchte. Hauptfigur ist die Archivarin Patience Evans, gespielt von Ella Maisy Purvis. Sie ist eine autistisch veranlagte Frau mit außergewöhnlichem analytischem Denken. Aufgrund ihres scharfen Blicks für Muster und Zusammenhänge wird sie zur wichtigen Unterstützerin von DI Bea Metcalfe (Laura Fraser). Die Koproduktion zwischen PBS und Channel 4 war ein großer Erfolg, weshalb Anfang Januar die zweite Staffel veröffentlicht wurde. Diese enthält allerdings nicht mehr sechs Geschichten, sondern Eagle Eye Drama, Happy Duck Films und Beta Films haben acht Geschichten hergestellt.Obwohl die Zuschauerzahlen in mehreren Ländern überzeugend waren, vertraut die ProSiebenSat.1-Gruppe vorerst nur auf eine Ausstrahlung im Pay-TV. Es könnte durchaus vorkommen, dass die Serie beispielsweise noch beim Fernsehsender Sat.1 unterkommt, vor allem am Dienstagabend hat man gewisse Zeitschienen für fiktionale Serien. Die Serie könnte durchaus zusammen mit der US-amerikanischen Serie «Elsbeth» funktionieren.
«Patience» basiert auf der französischen Serie «Astrid et Raphaëlle», die beim öffentlich-rechtlichen Sender France 2 seit sieben Jahren beheimatet ist. Nachdem der eineinhalbstündige Pilotfilm mit 4,22 Millionen Fernsehzuschauern einschlug, wurde eine erste Staffel bestellt. Diese wurde zwischen dem 13. März und dem 3. April 2020 in Doppelfolgen gesendet. In der ersten Woche wurden nur 3,895 sowie 3,470 Millionen Zuschauer erreicht, bereits eine Woche später kletterte die Reichweite gen fünf Millionen. Allerdings setzte zu diesem Zeitpunkt auch die Corona-Pandemie ein, die für weitaus höhere Zuschauerzahlen sorgte. Das Staffelfinale sahen 5,243 und 4,750 Millionen Menschen.
France 2 schob die Serie im zweiten Jahr in den Sommer: Obwohl auch 2021 die Pandemie grassierte, erreichten die acht neuen Episoden weiterhin Top-Werte. Der Staffelauftakt erreichte am 21. Mai 2021 5,225 Millionen Zuschauer, eine Stunde später blieben 4,480 Millionen Zuschauer dran. Die Marktanteile bei den Personen ab vier Jahren betrugen 21,9 und 20,6 Prozent. Die Serie mit Sara Mortensen verzeichnete gegen Ende der Staffel allerdings nur noch 4,367 und 4,170 Millionen Zuschauer.
Die dritte Runde konnte France 2 erst im Sommer 2022 starten. Der Auftakt erfolgte mit 5,070 und 4,650 Millionen Zuschauern. Die zweiten Episoden laufen in Frankreich bei Doppelfolgen oft schwächer, weil das Hauptprogramm erst gegen 21.10 Uhr beginnt. Der Bestwert wurde am 9. September 2022 mit 5,596 Millionen Zuschauern gemessen. Die letzten beiden Folgen der dritten Runde liefen nur noch als Einzelfolgen, weshalb 5,390 und 5,182 Millionen Franzosen dabei waren. Die Marktanteile waren mit 26,8 und 25,2 Prozent hervorragend.
Zwischen dem 24. Oktober und dem 12. Dezember 2025 lief die sechste Staffel der Serie. Die acht neuen Episoden erreichten im Durchschnitt 4,130 Millionen Zuschauer und führten mit 22,6 Prozent Marktanteil zum Erfolg. Der Bestwert wurde mit der Premiere erzielt, die von 4,430 Millionen Menschen gesehen wurde, das Finale verbuchte 4,010 Millionen Zuschauer. «Astrid et Raphaëlle» ist ein weiterer französischer Stoff, der sich für eine internationale Auswertung rentiert. Bereits «HPI» führte beim Mitbewerber TF1 zu Top-Werten, sodass sich der Norddeutsche Rundfunk die Ausstrahlungsrechte an «HIP: Ermittlerin mit Mords-IQ» sicherte. Der Streamingdienst Disney+ bringt seit vergangenem Jahr die amerikanische Adaption «High Potential» nach Deutschland, die Serie fährt in den USA starke Werte ein.







Quotencheck: «The Taste»
«Sturm der Liebe»: Misstrauen, Intrigen und eine Ehe auf Zeit

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