Quotencheck

«Gefragt - Gejagt»

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Das Bommes-Quiz wurde im Laufe der Test-Phase immer mehr warm, reichte letztlich aber trotzdem nicht ganz an seine Ursprungs-Performance heran.

Das Erste brachte Alexander Bommes und Kai Pflaume im letzten Jahr im Doppelpack: Von 13. Oktober bis 11. Dezember zeigte das Erste neue Folgen der Vorabend-Quiz-Shows erstmals in Folge. «Gefragt - Gejagt» ging um 17:10 Uhr an den Start, ehe es um 18:00 Uhr Fragen bei «Wer weiß denn sowas?» zu beantworten gab. In diesem Jahr übernahm zunächst wieder «Brisant» seinen ursprünglichen Slot. Doch wird die ARD wohl zukünftig auf dem auf dem Sendeplatz verfahren?

Schaut man sich die Zahlen vom ersten Montag-Vorabend am 13. Oktober an, dann musste man zunächst ein paar Anlaufschwierigkeiten feststellen: Insgesamt nur 1,29 Millionen Menschen fanden den Weg ins Programm und brachten einen Gesamt-Marktanteil von mäßigen 11,7 Prozent mit sich. An die Leistungen auf dem üblichen Slot, die sich teilweise auf 16-17 Prozent bei über zwei Millionen beliefen, kam man deutlich nicht heran. Bei den Jüngeren lief es zu Beginn einstellig – nur noch durchwachsene 6,8 Prozent bei 0,11 Millionen von ihnen wurden gemessen.

Eine schon verbesserte Flughöhe kristallisierte sich am Tag danach heraus. So fuhren Bommes und Co. am Dienstag eine gesteigerte Reichweite von 1,38 Millionen Zusehenden auf. Das hatte auch Auswirkungen auf den Quotenwert: Er stieg auf solide 13,1 Prozent. Ein noch größerer Sprung ergab sich indes mit Blick auf die 14-49-Jährigen, die zwar reichweitenmäßig nur leicht auf 0,13 Millionen anstiegen, dafür aber den dazugehörigen Prozentwert in die Zweistelligkeit zurückbrachten – gute 10,2 Prozent waren es nun. Diese Aufwärtsbewegung wurde zur Wochenmitte verstetigt und zwar mit guten 14,5 Prozent (1,54 Millionen gesamt) sowie sehr schönen 12,1 Prozent der 14-49-jährigen.

Für den Rest-Oktober lassen sich dann einige Schwankungen feststellen mit einem Korridor zwischen 12 und 14 Prozent gesamt. Am 29. Oktober ergab aber sogar nochmal ein vorläufiger Rekord auf dem neuen Sendeplatz, der sich auf wirklich erfreuliche 15,4 Prozent ob 1,83 Millionen am Gesamtmarkt belief. Bezüglich der Unter-50-jährigen fiel man zwischenzeitlich aber bei meistens um die sieben/acht Prozent wieder klar in die Einstelligkeit zurück.

In diesem jüngeren Segment ging es folglich erst am 10. November wieder mit 10,2 Prozent durch 0,16 Millionen in zweistellige Größenordnungen. Nach Wochen mit 13 und 14 Prozent-Dimensionen insgesamt kristallisierte sich bei den Älteren am 18. November ein neuer Reichweiten-Bestwert von 1,91 Millionen heraus, womit erstmals auf dem früheren Slot an der Zwei-Millionen-Schwelle geschnuppert wurde – schöne 15,3 Prozent ließen sich an jenem Tag messen. Im Rest-November konnte man weiter eine recht enge Spanne von 14-15 Prozent halten.

Mit Dezember-Start musste man kurzfristig wieder ein Stück abreißen lassen auf 12,7 Prozent (1,60 Millionen). Auch bei den Jüngeren lief es zu diesem Zeitpunkt wegen 5,5 Prozent blass. Umso erfreulicher, dass die Waage schon am 2. Dezember in die Gegenteilige Richtung ausschlug: Auf dem neuen Slot wurde mit 2,14 Millionen ausnahmsweise mal wieder die neuralgische Schwelle gerissen. Daraus resultierte auch ein hervorragender Anteil von 17,0 Prozent. Mit Blick auf die Jüngeren war gleichfalls eine klare Positiv-Tendenz erkennbar – plötzlich wieder zweistellige 11,6 Prozent anhand 0,20 Millionen kamen zusammen, was die erste Zweistelligkeit seit 10. November bedeutete.

Gen Ende der Test-Phase konnten Bommes und Co. die optimierte Formkurve tatsächlich bestätigen – bis zum Schlusspunkt am 11. Dezember konnte man zumindest noch zweimal über zwei Millionen kommen (am 5. und 9. Dezember). Bei den 14-49-jährigen ergaben sich stärkere Anteilsschwankungen die die ganze Klaviatur von fünf bis neun Prozent bespielten.

Unter dem Strich verbleiben für die 17.00 Uhr-Testphase von «Gefragt - Gejagt» Durchschnittswerte von noch passablen, aber einstelligen 8,1 Prozent (0,13 Millionen) der Jüngeren wie soliden 14,3 Prozent (1,72 Millionen) am Gesamtmarkt. Zuvor ergaben sich Mittelwerte in Höhe zweistelliger 10,8 Prozent (0,19 Millionen Jüngere) und 17,0 Prozent (2,13 Millionen).

Es bleibt festzuhalten, dass das Quiz auf dem neuen Slot seine vorigen Anteils-Dimensionen zwar nicht gänzlich halten konnte, dennoch oft bei guten 14-15 Prozent lag. An einigen Tagen gelangen gar Ausreißer über 16 Prozent, die den 18.00-Uhr-Zahlen ähnelten. Bei den Jüngeren war der Spalt etwas größer - hier sind ursprüngliche Zahlen um die zehn Prozent deutlich in die Ferne gerückt. Es bleibt weiter spannend, welche Entscheidung die ARD in der Zukunft trifft, weil die Quiz-Quoten schon etwas über dem vorherigen «Brisant»-Level auf dem Platz lagen, die Boulevard-Sendung auf ihrem neuen Slot aber meistens in die Einstelligkeit gekracht ist.

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