Soap-Check

Soap-Check 2015: Ein weiteres Jahr der Verluste

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2015 zog es viele Daily-Soaps quotenmäßig weiter runter – unter anderem half der Relaunch von «Alles was zählt» nicht weiter und die «Verbotene Liebe» verabschiedete sich als Weekly sang- und klanglos von ihren Zuschauern…

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«Alles was zählt» (RTL)

  • 2013: 2,46 Mio. / 14,7%
  • 2014: 2,24 Mio. / 13,1%
  • 2015: 2,14 Mio. / 13,6%
Reichweite ab 3 / Quote 14-49 (montags bis freitags, 19.05 Uhr)
2015 schraubte UFA Serial Drama (erneut) an der Positionierung von RTLs «Alles was zählt» . So stand ab Oktober wieder das Eislaufen – jene Sportart, mit der 2006 alles angefangen hat – im Fokus des Formats. Dies wirkte sich nicht besonders erfreulich auf die Quoten aus: Denn Mitte November verfehlte der Wochenschnitt erstmals nach knapp zehn Monaten die 12-Prozent-Grenze bei den Umworbenen. Auf bis zu elf Prozent ging es im Schnitt runter. RTL bräuchte jedoch mindestens 13,2 Prozent, um sich glücklich zeigen zu können. Davor bewegte sich «Alles was zählt» gut und gerne im Bereich von 12 bis 15 Prozent bei den Werberelevanten.

So ist es dann zu erklären, dass der Jahresschnitt mit 13,6 Prozent sogar ein kleines bisschen höher ausfiel als 2014, als 13,1 Prozent zu Buche standen. 2016 dürfte allerdings rasch Ernüchterung bringen, sollten die Marktanteile bei den 14- bis 49-Jährigen auf dem enttäuschenden Niveau seit November verharren.

«GZSZ» (RTL)

  • 2013: 3,25 Mio. / 20,3%
  • 2014: 2,91 Mio. / 17,8%
  • 2015: 2,66 Mio. / 16,9%
Reichweite ab 3 / Quote 14-49 (montags bis freitags, 19.40 Uhr)
Der Dauerbrenner «Gute Zeiten, schlechte Zeiten» bescherte RTL 2015 abermals das ein oder andere Mal den Tagessieg bei den Jüngeren. Nichtsdestotrotz wurde der Abwärtstrend nicht gestoppt. Im Mittel eine Viertel Million Menschen verabschiedeten sich vom Soap-Klassiker, weswegen sich die Reichweite auf 2,66 Millionen belief. In der Zielgruppe rutschte die Quote von 17,8 auf 16,9 Prozent.

Zuschauer abgeben musste ebenfalls «Unter Uns». In diesem Fall blieb die Zielgruppen-Quote jedoch glücklicherweise stabil bei 13,5 Prozent. Betrachtet man die absoluten Zahlen, fällt auf, dass von Jahr zu Jahr ein Minus gemacht wurde. 2013 wollten durchschnittlich 1,49 Millionen aller Fernsehenden dabei sein, 2014 1,28 Millionen und 2015 sind 1,15 Millionen am Ball geblieben.

«Berlin – Tag & Nacht» (Foto, links) fügt sich in die Reihe der Verlierer ein. Freilich: Mit im Schnitt 10,6 Prozent steht man bei den Werberelevanten weiterhin prächtig da. Ungeachtet dessen haben die Jungs und Mädels aus der Berliner WG in den Jahren davor noch Ergebnisse in Höhe von 12,5 beziehungsweise 11,6 Prozent gemeistert. In der jüngeren Vergangenheit machten sich dagegen leichte Abnutzungserscheinungen breit, die es 2016 von RTL II und filmpool zu bekämpfen gilt.

«Berlin - Tag & Nacht» (RTL II)

  • 2013: 1,26 Mio. / 12,5%
  • 2014: 1,13 Mio. / 11,6%
  • 2015: 1,02 Mio. / 10,6%
Reichweite ab 3 / Quote 14-49 (montags bis freitags, 19 Uhr)
Ein deutliches Alarmsignal gab es Mitte Oktober, als plötzlich die Zweistelligkeit beim jüngeren Publikum passe war. Fortan lagen die Wochenwerte, abgesehen von zwei Ausreißern nach oben mit jeweils exakt zehn Prozent, zwischen 8,9 und 9,9 Prozent. Solche Quoten waren im Zeitraum davor eine seltene Ausnahmeerscheinung. Schließlich fiel man bis zur Kalenderwoche 42, immer über die gesamte Woche gesehen, bloß dreimal in die Einstelligkeit.

«Köln 50667» (RTL II)

  • 2013: 0,89 Mio. / 11,5%
  • 2014: 0,71 Mio. / 9,7%
  • 2015: 0,67 Mio. / 9,2%
Reichweite ab 3 / Quote 14-49 (montags bis freitags, 18 Uhr)
Bis zu 11,6 Prozent wurden in einer Sendewoche im Schnitt bei «Köln 50667», dem 18-Uhr-Format von RTL II, generiert. Der letzte Wochenwert, der oberhalb von zehn Prozent angesiedelt war, liegt inzwischen allerdings ein gutes Stück zurück. Über 10,1 Prozent durften sich die Verantwortlichen in der zweiten September-Woche freuen.

Doch seither schwankt die Quote bei den wichtigen Umworbenen zwischen 7,0 und 9,4 Prozent. Auch, wenn das gegenwärtig kein Grund zum Meckern sein dürfte: Die Glanzzeiten von den Abenteuern aus der Kölner Innenstadt könnten hiermit langsam, aber sicher vorbei sein. Einen halben Prozentpunkt weniger erreichten diese im Jahresvergleich.

Zu guter Letzt ein Hinweis zum Sat.1-Vorabendflop «Mila»: Darüber wurde bereits an dieser Stelle ausführlich berichtet.

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