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«Die Hebamme»: Keine Wanderhure, dennoch starker Erfolg

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Der Sat.1-Historienfilm «Die Hebamme» unterlag zwar den Reichweiten der «Wanderhure»-Saga, erzielte am Dienstagabend trotzdem starke Werte.

Trotz inszenatorischer Schwächen ist «Die Hebamme» eine der besten Sat.1-Eigenproduktionen, die auf dem Sender als Event-Movie bislang angekündigt werden. Zu weiten Teilen ist der Film tatsächlich ein Event – Josefine Preuß macht ihn zu einem. Es scheint, als hätten die Verantwortlichen aus von Kritikern belächelten Faux Pas wie dem ähnlich gelagerten «Die Wanderhure» gelernt und sich stattdessen an opulenten deutschen History-Blockbustern wie «Der Medicus» orientiert.
Antje Wessels in ihrer Quotenmeter.de-Kritik zu «Die Hebamme»
Aufwändige Historien-Fernsehfilme sind zumeist starke Quotenbringer – diese Erfahrung machte vor allem Sat.1 in den vergangenen Jahren. Nach drei «Die Wanderhure»-Filmen nach Motiven aus den Romanen Iny Lorentz' sollte nun eine weitere Romanverfilmung über eine tapfere Frau in düsteren Zeiten für strahlende Einschaltquoten sorgen: «Die Hebamme» . Die Romanvorlage stammt dieses Mal von Kerstin Cantz, statt Alexandra Neldel agiert Josefine Preuß in der Hauptrolle. Die «Türkisch für Anfänger»-Actrice, die in jüngster Vergangenheit mit ZDF-Hitorienfimen für Furore sorgte, erhielt für ihre Performance unter anderem hier bei Quotenmeter.de und in der Süddeutschen Zeitung positive Kritikerresonanz.

Bei den Zuschauerzahlen wiederum reichte es zwar nicht an den Erfolg der «Wanderhure»-Filmreihe heran, dennoch dürfte in der Sat.1-Führungsetage kaum jemand klagen. Denn mit 2,64 Millionen werberelevanten Zuschauern holte sich der Film locker den Tagessieg bei den 14- bis 49-Jährigen. Darüber hinaus standen 5,36 Millionen Gesamtzuschauer zu Buche, womit die Sat.1-Produktion das erfolgreichste Programm des Tages nach den ARD-Familienserien «Um Himmels Willen»  und «In aller Freundschaft»  darstellte.

Aus diesen tollen Zuschauerzahlen resultierten konsequenterweise auch starke Marktanteile. Insgesamt generierte «Die Hebamme»  17,5 Prozent, womit der aktuelle Senderschnitt mehr als verdoppelt wurde. Bei den Umworbenen brachte es der ab 20.15 Uhr ausgestrahlte Historienfilm auf noch bessere 22,8 Prozent Marktanteil. Der Abstand zu den Zahlen, die der erste «Die Wanderhure»-Teil im Herbst 2010 schrieb, ist jedoch massiv: Das TV-Phänomen kam auf 9,75 Millionen Interessenten sowie 31,2 respektive 32,4 Prozent Marktanteil.Im Frühjahr 2012 fesselte die erste Fortsetzung 8,01 Millionen Fernsehende, Teil drei brachte es im Herbst desselben Jahres auf 5,53 Millionen Neugierige. Die Sehbeteiligung lag bei 25,3 und 18,4 Prozent insgesamt und 27,0 sowie 17,8 Prozent bei den Jüngeren.

Diesen Dienstagabend verhalf «Die Hebamme» übrigens auch «akte 20.14» zu ungewohnt löblichen Werten: Ab 22.50 Uhr verfolgten 2,29 Millionen Wissbegierige das Magazin, das eine Sehbeteiligung von 12,9 Prozent erreichte. Bei den Umworbenen wurden 15,4 Prozent gemessen.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/69773
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