Quotencheck

«Zwischen den Zeilen»

von

Die Zuschauerzahlen des neuen «Heiter bis tödlich»-Krimis sollten für die Produktion weiterer Folgen eher tödlich denn heiter sein.

Aktuelle «Heiter bis tödlich»-Serien

  • 2011–: «Hubert & Staller»
  • 2012–: «Akte Ex»
  • 2012–: «Alles Klara»
  • 2012–: «Hauptstadtrevier»
  • 2012–: «Morden im Norden»
  • 2012–: «München 7»
  • 2013–: «Zwischen den Zeilen»
Die verschiedenen Serien der ARD-Schmunzelkrimis machten in der Vergangenheit vor allem durch niedrigere Einschaltquoten von sich reden. Das Allheilmittel der Programmverantwortlichen lautete stets, neue Ableger ins Rennen um bessere Marktanteile zu schicken. Im Februar 2013 startete mit «Zwischen den Zeilen» das zehnte Format der Serie um den Vorabendfluch des Ersten zu brechen, der schon manche TV-Eiche zu Fall brachte; im Falle von «Zwischen den Zeilen» fiel die entsprechende Neubepflanzung jedoch schon im Stecklingsalter dem Desinteresse zum Opfer.

Am 14. Februar zeigte Das Erste, zum Anlass der Premiere, eine Doppelfolge der Krimiserie, die ab 17.55 Uhr gezeigt wurde. Die erste Episode erreichte zufriedenstellende 1,85 Millionen und 9,0 Prozent beim Gesamtpublikum, bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 0,35 Millionen und 5,1 Prozent gemessen. Eine Stunde später sank die Zuschauerzahl bereits auf 1,69 Millionen und 6,5 Prozent, bei den Jungen generierten leicht bessere 0,37 Millionen Fernsehende deutlich schlechtere 4,2 Prozent Marktanteil.

Der Abwärtstrend setzte sich in der Folgewoche fort, als zur regulären Sendezeit um 18.50 Uhr 1,31 Millionen und 5,1 Prozent insgesamt für ein desaströses Ergebnis sorgten. Der für die Jungen ermittelte Werte halbierte sich im Vergleich zur Vorwoche und erreichte nur noch 0,19 Millionen und 2,2 Prozent. Auf diesem Niveau pendelte sich «Zwischen den Zeilen» in der Folge ein, so schalteten am 7. März 1,30 Millionen und 5,1 Prozent aus dem Gesamtpublikum sowie 0,20 Millionen und 2,4 Prozent der Jüngeren ein.

Mit nur noch 1,06 Millionen und 4,6 Prozent näherte sich das Format am 11. April bei allen Fernsehenden bedenklich nahe der Marke von unter einer Million Zuschauern. Bei den 14- bis 49-Jährigen zeigten 0,18 Millionen und 2,5 Prozent Interesse. Tatsächlich gerissen wurde die Latte schon sieben Tage später, was sich in den beiden Folgewochen wiederholen sollte. Am 11. April schauten 0,87 Millionen aller Fernsehender zu, am 18. April nur noch 0,76 Millionen. Bei den Jüngeren wurden Marktanteile von 2,5 und 3,3 Prozent gemessen.

Am 16. gelang es, wenigstens 1,08 Millionen und 5,2 Prozent insgesamt vor die Mattscheiben zu locken. Bei den 14- bis 49-Jährigen kam «Zwischen den Zeilen» auf 0,22 Millionen und 3,2 Prozent. Eine Punktlandung auf die Eine-Million-Marke gelang dem Gesamtpublikum sieben Tage später, dies entsprach 4,6 Prozent aller Fernsehenden. Bei den Jüngeren wurde eine neuer Tiefstwert erreicht, da nur 0,15 Millionen und 2,1 Prozent angelockt werden konnten. Das Staffelfinale bewegte die Zuschauer nicht, sich ein möglicherweise letztes Mal von der Serie unterhalten zu lassen – im Gegenteil. Nur 0,76 Millionen und 4,3 Prozent interessierten sich für den Krimi, bei den Jüngeren wurde der erst kurz zuvor erreichte Tiefpunkt noch einmal deutlich nach unten erweitert. Nur 0,07 Millionen im Alter von 14 bis 49 Jahren generierten einen kaum mehr als solchen definierbaren Marktanteil von 1,3 Prozent.

Im Schnitt saßen 1,14 Millionen und 5,1 Prozent der Fernsehenden ab drei Jahren vor der Serie, bei den Jungen wurden für 0,21 Millionen 2,9 Prozent gemessen. Der übliche Wert von Ausstrahlungen des Ersten, der bei 11,8 (ab drei) bzw. 6,3 Prozent (14–49) liegt, wurde damit deutlich unterboten. Wird die Premiere des Programms nicht mit einbezogen, ist das mangelnde Interesse des Publikums noch deutlicher herauslesbar.

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