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Niederländischer Thronwechsel mit royalen Quoten für ARD und ZDF

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Die ARD holte mit Live-Übertragungen tagsüber Top-Werte, das ZDF wusste zur besten Sendezeit mit Highlights zu überzeugen. RTL hingegen erreichte mit seinen Sondersendungen teils weit unterdurchschnittliche Quoten.

Nach 33 Jahren gab das Staatsoberhaupt der Niederlande, Königin Beatrix, am Dienstag die Krone an ihren Sohn Willem-Alexander ab. Ein wichtiges Ereignis für die Niederländer, das in Deutschland besonders Das Erste und RTL mit Sondersendungen zu würdigen wussten. Die Nase vorn hatte im Quoten-Duell zwischen Privatsender und öffentlich-rechtlicher Station allerdings durchgehend letztere - und das teilweise sehr deutlich. Bereits erste Berichte am Morgen erreichten in der ARD zwischen 9.05 Uhr und 11 Uhr 1,47 Millionen Zuschauer ab drei Jahren.

Der Marktanteil bei allen belief sich auf hervorragenden 30 Prozent. RTL stieg hingegen etwas später in die Berichterstattung ein und verzeichnete mit einem halbstündigen «Punkt 12 Spezial – Die Königin dankt ab» ab 10.30 Uhr 0,37 Millionen Zuschauer insgesamt. Weder bei Alt noch bei Jung wusste man zu überzeugen, der Marktanteil bei den Zuschauern ab drei Jahren belief sich beispielsweise nur auf 6,7 Prozent – nicht einmal ein Viertel von dem, was die ARD verbuchen konnte.

Am Mittag folgte schließlich der Höhepunkt der Feierlichkeiten, bei dem erneut die ARD deutlich in Führung lag. 3,02 Millionen Zuschauer ab drei Jahren sahen ab 13 Uhr die Sondersendung «Ein Prinz wird König», was bei allen zu unverändert starken 30,2 Prozent führte. Beim jungen Publikum musste man sich mit 9,3 Prozent hingegen RTL geschlagen geben - wenngleich es für die ARD am Senderschnitt gemessen auch hier nicht schlecht lief. Trotzdem: Die Kölner, die in «Punkt 12 – Spezial: Das neue Königspaar – Die Krone für Willem Alexander und Maxima» über die Ereignisse berichteten, erreichten gute 16,6 Prozent in der Zielgruppe. Insgesamt musste sich die rund dreieinhalbstündige Übertragung mit 1,17 Millionen Zuschauern und nur 13 Prozent hingegen deutlichst geschlagen geben.

Am Abend fassten ARD und RTL die wichtigsten Ereignisse des Tages in Sondersendungen zusammen – das Interesse ließ spürbar nach. Während bei den Kölnern ein «Exklusiv Spezial» ab 18 Uhr 1,82 Millionen bzw. unterdurchschnittliche 13,1 Prozent der Umworbenen sahen, kam die ARD mit einer weiteren Sondersendung 50 Minuten später auf bessere 2,15 Millionen Zuschauer bei 7,4 Prozent der Jüngeren sowie 10,3 Prozent bei allen. Für die Todeszone am Vorabend sind dies verhältnismäßig gute Werte.

Das ZDF indes verzichtete auf große Live-Strecken in der Daytime und setzte stattdessen am Vorabend ab 17.45 Uhr auf ein «Leute heute spezial» . Die Schwerpunkt-Sendung wusste 2,21 Millionen Zuschauer zu unterhalten, was einer Quote von 16,5 Prozent gleichkam. Abschließend setzten die Mainzer zur besten Sendezeit ab 20.15 Uhr auf eine 45-minütige Live-Übertragung: Im Rahmen von «ZDFzeit»  fasste das ZDF die wichtigsten Ereignisse des Tages zusammen und kam damit auf gute 4,63 Millionen Zuschauer bei 16,4 Prozent am Gesamtmarkt. Bei den 14- bis 49-Jährigen lief es mit 8,6 Prozent ebenfalls überdurchschnittlich.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/63528
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