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Obama gegen Romney: Die US-Wahl auf deutschen Sendern

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Die Bürger der Vereinigten Staaten wählen einen neuen Präsidenten – und deutsche Fernsehsender sind live dabei: In der Nacht auf Mittwoch fahren ARD, ZDF und Co. groß auf, um die heimischen Zuschauer zu informieren. Ein Überblick…

Er ist der oft zitierte „mächtigste Mann der Welt“: der US-Präsident. Sein Amt wird in der Nacht auf Mittwoch neu vergeben, und bis zuletzt haben Prognosen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Amtsinhaber Barack Obama und Herausforderer Mitt Romney vorausgesagt. Wie spannend die Wahl wirklich wird, können deutsche Zuschauer intensiver denn je erleben: Größer und ausufernder haben heimische TV-Sender noch nie über die US-Präsidentenwahl berichtet als in diesem Jahr. Wir geben einen Überblick zum Geschehen.

Das ZDF berichtet bereits ab 21.45 Uhr live aus Washington, wo sich Claus Kleber mit dem «heute-journal» meldet. Kleber, früherer ARD-Korrespondent in den USA, hat bereits die US-Wahlnacht 2008 im ZDF präsentiert und wird in diesem Jahr ebenfalls zur Stelle sein: Zwischen den Live-Berichten aus Washington, die von Studioleiter Ulf Röller und ZDF-Politikchef Theo Koll präsentiert werden, zeigt man kleinere Reportagen mit Kleber, der in der US-Hauptstadt auf Stimmenfang geht. Hauptzentrale der ZDF-Wahlnacht ist aber das Alte Telegrafenamt in Berlin, Schauplatz der Wahlparty. Von dort melden sich Bettina Schausten und Markus Lanz mit prominenten Gästen, Showacts und einem interaktiven „US-Camp“, das die Stimmungen im Netz einfängt – per Twitter beispielsweise. Moderiert wird dieses Camp von Sonja Schünemann und Jeannine Michaelsen, die bereits bei der EM 2012 die Twitter-Aktivitäten für das ZDF verfolgte. Ergebnisse, Prognosen und Wähleranalysen aus den USA stellt der „Mann der Zahlen“, Christian Sievers, vor. Die eigentliche Berichterstattung mit angekündigten Gästen wie Außenminister Guido Westerwelle, Barack Obamas Halbschwester Auma und Basketball-Star Dirk Nowitzki beginnt um 23.50 Uhr, zuvor präsentiert Markus Lanz eine Spezialausgabe seiner Talkshow.

RTL steigt ab 0.00 Uhr in die US-Wahl ein: Das «RTL Nachtjournal», moderiert von Ilka Essmüller, wird mit einer Spezialausgabe auf eine Stunde verlängert und informiert bereits in der Mitternachtsstunde über die aktuellen Entwicklungen. In Washington vor Ort ist Redaktionsleiter Christof Lang, früher Korrespondent für RTL in den Vereinigten Staaten. Die eigentliche Wahlsendung mit dem Titel «Amerika wählt» startet im Anschluss an das «RTL Nachtjournal spezial» um 01.00 Uhr aus dem Kölner RTL-Sendezentrum, Moderatoren sind RTL-Chefredakteur Peter Kloeppel und n-tv-Chef-Anchor Christoph Teuner. Zu sehen ist das Format parallel auch bei n-tv, wo bereits ab 22 Uhr über die Wahl berichtet wird. Korrespondenten aus der ganzen Welt, davon allein acht in den USA, liefern die Stimmen und Stimmungen im Ausland, während in der Bertelsmann-Vertretung in Berlin eine deutsche Wahlparty steigt. Organisator ist hier neben RTL und n-tv auch der amerikanische Newssender CNN, weitere Unterstützer sind die American Academy und die US-Botschaft. Peter Kloeppel und Christoph Teuner schalten im Laufe der Wahlnacht regelmäßig zur Berliner Wahlparty.

Ebenfalls aus Berlin meldet sich Das Erste mit einer eigenen Wahlparty. Schauplatz ist das „E-Werk“, aus dem sich Jörg Schönenborn mit aktuellsten Zahlen und Expertenanalysen meldet. Ihm zur Seite steht Matthias Opdenhövel für etwas unterhaltsame Blicke auf die Ereignisse des Abends. Neben dem ZDF, das seinen Chef-Talker Markus Lanz in die Wahlnacht schickt, sorgt auch die ARD für entsprechende Gesprächs-Atmosphäre: Sandra Maischberger fängt die Stimmen prominenter Gäste ein – unter anderem hat sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier für einen Besuch angekündigt, aus den USA soll der frühere US-Außenminister Henry Kissinger zugeschaltet werden. ARD-Korrespondenten in den USA sind Hauptstadtstudio-Leiterin Tina Hassel und Thomas Roth, Leiter des ARD-Studios New York. In Berlin selbst setzt Das Erste zudem auf Stimmen aus dem Internet: NDR-Chefredakteur Andreas Cichowicz versorgt die Zuschauer mit Meinungen aus der Online-Welt, unter anderem von der eigens eingerichteten Social-TV-Plattform in der ARD-Mediathek.

Nicht nur die drei großen Sender berichten umfassend über die Wahl: Der Nachrichtenkanal N24 startet seine Berichterstattung um 01.00 Uhr und wird sechs Stunden lang informieren, der Dokumentationssender Phoenix übernimmt die Live-Sendungen des US-Networks CBS und schaltet eigene Korrespondenten jeweils dazu. Bei Phoenix können sich interessierte Zuschauer außerdem schon am Tag zuvor über die letzten Details vor der Wahl informieren: Bereits ab 14.00 Uhr startet der Sender seine Berichterstattung. Auch ServusTV veranstaltet ab 23.55 Uhr eine eigene Wahlsendung und versteht sich als „echte Alternative zu den gewohnten Expertenrunden“. Moderatorin Katrin Prähauser führt durch die Wahlnacht, Vor-Ort-Reporter sind Hans Martin Paar und Ronnie Hitz. Studioexperte ist der Grimme-Preisträger Klaus Scherer, der in den vergangenen fünf Jahren als ARD-Korrespondent in Washington gearbeitet hat. Wer die US-Wahl ausschließlich im Netz verfolgen will, sollte bei Bild.de vorbeischauen: Aus einem eigenen Studio diskutiert Moderator Claus Strunz mit Nikolaus Blome, stellvertretendem BILD-Chefredakteur, und Social-Media-Expertin Caroline Danz das Geschehen in den USA. Gäste sind persönlich im Studio oder werden per Telefon und Skype zugeschaltet, User können über Facebook, Twitter und einen Live-Chat mitfiebern. Eigene US-Reporter berichten vor Ort, außerdem schaltet man zur von CNN, RTL und n-tv veranstalteten Berliner Wahlparty. Um Mitternacht startet Bild.de sein interaktives Web-Format.

Ganz gleich, wo Sie die US-Wahlnacht verfolgen werden: Wir wünschen gute Informationen und vor allem viel Durchhaltevermögen. Erste Trends aus den wichtigen Swing States, also den umkämpften US-Bundesstaaten, werden gegen 02.00 bis 03.00 Uhr deutscher Zeit erwartet, eine Garantie für ein ähnlich schnelles Wahlergebnis wie vor vier Jahren gibt es aber keinesfalls – im Gegenteil: Sollten sich die Prognosen eines knappen Wahlausgangs auch in den Swing States bewahrheiten und es auf wenige Stimmen ankommen, würde die vermeintliche Wahlnacht zum Wahl-Marathon. Einen definitiven Sieger gäbe es dann vielleicht erst am Frühstückstisch.

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