Primetime-Report

«Borgias» vor «Die Borgias»

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Kein Erfolg bei ProSieben: Die ZDF-Serie über die Borgia-Familie ist auch bei den Jungen im Schnitt beliebter.


Natürlich gaben auch in dieser Woche am Montag die unschlagbaren RTL-Formate «Wer wird Millionär?» und «Bauer sucht Frau» mit 7,22 und 7,79 Millionen Zuschauern den Ton an. Der Marktführer siegte bei Jung und Alt auf ganzer Linie. Da hatte weder der ProSieben-Thriller «Die Echelon-Verschwörung» (2,98 Millionen Zuschauer) noch der ZDF-Film «Verschollen am Kap» (3,96 Millionen Zuschauer) etwas entgegen zu setzen. Immerhin kam der Mainzer Kanal bei allen Zusehern noch auf versöhnliche 11,9 Prozent bei allen, während man bei ProSieben bei 15,0 Prozent der 14- bis 49-Jährigen sogar allen Grund zur Freude hatte. Für den Konzern gab es aber noch Wermutstropfen: Der Sat.1-Film «Verliebt in die Braut» versagte bei 7,4 Prozent Marktanteil und kabel eins musste sich dank «Crocodil Dundee» mit 5,4 Prozent der Begehrten begnügen. Spitzenquoten hatte dann das ZDF am Dienstag. In «ZDF SportExtra» übertrug man das Freundschafts-Länderspiel der DFB-Elf gegen die Niederlande, dass die Deutschen klar für sich entscheiden konnten. Im Schnitt 12,83 Millionen Bundesbürger saßen vor dem Bildschirm, was dem ZDF 39,4 Prozent bei allen und 33,6 Prozent Marktanteil der Jungen eingebrachte. Verhagelt hat das Fußballspiel die Quoten von RTLs «Dr. House», der auf 14,0 Prozent der Werberelevanten abrutschte und ProSiebens «Stromberg», dessen Werte bis auf nur noch 8,0 Prozent der Umworbenen in den Keller gingen.

Die meistgesehene Sendung am Mittwoch war «Im falschen Leben» in der ARD. Der Film interessierte 5,40 Millionen Zuschauer. Dahinter lag «Deutschlands fantastische Märchenshow» im ZDF, die 4,65 Millionen Zuschauer generierte. Tagessieger beim jungen Publikum war der Spielfilm «Keinohrhasen» in Sat.1. Starke 17,8 Prozent Marktanteil brachten den Erfolg, von dem sich auch Harald Schmidt – mit Til Schweiger zu Gast – im Anschluss eine Scheibe abschneiden konnte. «Die Super-Nanny» und «Raus aus den Schulden» lagen mit 15,3 und 15,1 Prozent der jungen Zuschauern unter dem RTL-Schnitt. Ein Ausfall war auch eine weitere Folge der Serie «Die Borgias. Sex. Macht.Amen» bei ProSieben, die diesmal nur auf 8,3 Prozent Marktanteil der Jungen kam. Am Donnerstag bot sich dann wieder ein gewohntes Bild: «Wer wird Millionär? - Das Prominentenspecial» erreichte 8,77 Millionen Zuschauer und war bei allen Zuseher als auch bei jenen im Alter zwischen 14 und 49 Jahren gefragt. Starke 31,2 und 30,8 Prozent Marktanteil in den jeweiligen beiden Zielgruppen demonstrierten die Stärke des Formats, bei unter anderem Manuel Neuer, Michael Mittermeier und Gaby Köster auf dem Ratestuhl von Günther Jauch saßen.

Auch am Freitag war die Dominanz von «Wer wird Millionär?» für das Konkurrenzprogramm spürbar. Eine reguläre Ausgabe der Quizshow mit Günther Jauch erreichte 5,70 Millionen Zuschauer und 17,1 Prozent der Werberelevanten. Das Format sicherte sich damit zwei Tage in Folge jeweils den Tagessieg. In Sat.1 kam «Mein Mann kann» nicht über 11,5 Prozent der 14- bis 49-Jährigen hinaus. Unbestrittene Nummer Eins war am Samstagabend erneut «Das Supertalent», das diesmal 7,29 Millionen Zuschauer eingeschaltet hatten. Mit 32,9 Prozent Marktanteil eroberte man die Zielgruppe. Selbst Johnny Depp in «Fluch der Karibik» in Sat.1 konnte das nicht verhindern, brachte dem Münchner Sender aber gute 16,8 Prozent Marktanteil der Jungen ein. Der große Bruder ProSieben trumpfte dann am Sonntag mit dem Animationsfilm «Wall-E» groß auf; der Hollywood-Streifen kam auf 21,2 Prozent Marktanteil der 14- bis 49-Jährigen und war damit Tagessieger bei den begehrten Zuschauern. «Harry Potter und der Stein der Weisen» auf RTL erreichte nur 18,9 Prozent Marktanteil.


… ist «Keinohrhasen». Der Til-Schweiger-Film setzte sich gegen die sonst starken RTL-Sendungen «Die Super-Nanny» und «Raus aus den Schulden» durch. Mit 17,8 Prozent der 14- bis 49-Jährigen gelang für Sat.1 zudem der Tagessieg.


… ist «Stromberg». Ausgerechnet gegen den mächtigen König Fußball musste der fieseste Chef der Welt ankämpfen. Ein ungleicher Kampf wie David gegen Goliath, wie der Papa es selbst beschreiben würde. Die Quoten gingen in den Keller.


… ist «Die Echelon-Verschwörung». Bis zum Start der neuen Spielberg-Serie «Falling Skies» setzte ProSieben auf einen Thriller, der sich am Montagabend überraschend gut gegen das starke RTL-Gegenprogramm durchsetzen konnte. Die 15,0 Prozent der 14- bis 49-Jährigen konnten sich sehen lassen.


… ist 8,77 Millionen. So viele Menschen sahen das Prominentenspecial von «Wer wird Millionär?» bei RTL am Donnerstagabend. Die starke Resonanz sorgte sowohl bei allen Zuschauern als auch in der Zielgruppe für Quoten über der 30-Prozent-Marke.


Zwar mussten RTL-Formate wie «Die Super-Nanny», «Raus aus den Schulden» oder die US-Serie «Dr. House» in dieser Woche kräftig Federn lassen, doch ist in der Gesamtbetrachtung immer noch genug Polster da. So bringt es «Raus aus den Schulden» beispielsweise derzeit auf im Schnitt 18,1 Prozent der 14- bis 49-Jährigen und «Dr. House» erreicht im Schnitt 17,0 Prozent der Umworbenen, diese Werte liegen weiter auf Höhe des RTL-Schnitts. Die Rückschläge der letzten Wochen konnte also verkraftet werden. Aus RTL-Sicht ohnehin: Denn die Quoten-Giganten wie «Das Supertalent» «Wer wird Millionär?» und «Bauer sucht Frau» ziehen weiter ihre Kreise. Für ProSiebens «Stromberg» ging es in der letzten Woche wegen der Fußball-Konkurrenz auf im Schnitt 12,0 Prozent Marktanteil der Werberelevanten hinunter. Außerdem bleibt auch die Serie «Borgia» im ZDF bei den jungen Zuschauern beliebter als «Die Borgias» bei ProSieben. Beide kommen zwar im Schnitt auf 10,2 Prozent Marktanteil der Zuschauer im Alter von 14 und 49 Jahren, doch sahen die ProSieben-Serie im Schnitt nur 1,23 Millionen Junge; im ZDF waren knapp 100.000 mehr dabei.

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