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«Die Grenze» ‚eine Niederlage‘

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Offene Worte von Teamworx-Chef Nico Hofmann: Er zeigte sich enttäuscht von den Quoten: Zweiteiler wird es in Sat.1 deshalb erst einmal nicht mehr geben.

Von Kritikern wurde das ambitionierte Projekt «Die Grenze» im Vorfeld gelobt, die Zuschauer selbst nahmen es aber nicht sonderlich gut an: Kam der erste Teil noch auf über 19 Prozent Marktanteil, ließen sich mit dem zweiten Teil nur noch etwas mehr als 13 Prozent erreichen, was viel zu wenig ist für ein Projekt, das acht Millionen Euro verschlungen hat. „Die Quoten für die «Grenze»  waren für uns und für mich eine große Niederlage. Das muss ich ehrlich eingestehen“, erklärte Nico Hofmann, dessen Firma teamWorx den Film hergestellt hat, nun in einem Interview mit dem Handelsblatt.

„Das Thema war zu intellektuell, zu komplex und durch die Werbeunterbrechungen haben viele Zuschauer den roten Faden verloren“, analysierte Hofmann. Erwartet hatte er höhere Zuschauerzahlen. Rechnet man beide Teile zusammen, so kam «Die Grenze» auf etwa vier Millionen Zuschauer und einen Zielgruppen-Marktanteil von rund 16 Prozent. Im Quotenmeter.de-Interview vor der Ausstrahlung hatte er andere Ziele. „Ein Event dieser Größenordnung sollte in der Zielgruppe beim doppelten des Senderschnitts liegen. Alles, was oberhalb der 20 Prozent liegt, würde mich deshalb zufrieden stellen. Fünf Millionen Zuschauer sollten demnach schon möglich sein“, sagte er.

Schon damals war ihm klar: „Wenn wir da jetzt bei Sat.1 eine Bauchlandung hinlegen, dann wird es künftig auch keine New Future-Stoffe mehr geben.“ So wird es wohl auch kommen. Wie Hofmann erklärte, sei er mit sich selbst hart ins Gericht gegangen. „Ich bin mir mit dem Sat1-Chef Andreas Bartl einig, dass wir nicht noch einmal einen Zweiteiler für zwei Abende machen werden“, sagte Hofmann nun im Interview mit dem Handelsblatt.

Zu tun hat er künftig dennoch genug. Aktuell arbeitet man an dem großen RTL-Film «Hindenburg»  und auch eine weitere Zusammenarbeit mit Sat.1 wurde beschlossen. Gedreht werden soll der Film «Die Kinder des Tsunami», der thailändische Kinder in den Mittelpunkt rücken soll. Aktuell beschäftigt man sich bei Teamworx mit dem Buch dazu. Erzählt werden soll die Geschichte in einem Teil, der zwei Stunden dauert. Vorgesehen ist ein Budget von rund vier Millionen Euro.

Kurz-URL: qmde.de/41336
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