Wirtschaft

Disneys Umsatz fällt um 40 Prozent

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Sowohl Disney+ als auch ESPN und das Broadcasting-Television führt zu guten Zahlen.

Die Walt Disney Company erlitt durch die Coronavirus-Pandemie Schiffbruch. Vor allem die weltweiten Freizeitparks, die über mehrere Wochen geschlossen wurden, und die Verschiebung der Film-Blockbuster bedeuteten enorme Rückschläge. Allerdings habe man in Burbank auch Pläne, wie den neuen Spielfilm «Mulan» bei Disney+ für eine zusätzliche Gebühr zu veröffentlichen.

Durch Corona fiel der Umsatz im zweiten Quartal um 40 Prozent auf 11,7 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn pro Aktie sank um 94 Prozent auf acht Cent. Im Vorjahreszeitraum war man noch bei 1,34 US-Dollar. Die Einnahmen blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die Wall Street-Anleger hatten mit einem Umsatz von 12,39 Milliarden US-Dollar gerechnet. Der Zusammenpark des Vergnügungsparkgeschäfts führte unter anderem dazu, dass der Rückgang des Betriebsergebnissen um 3,5 Milliarden US-Dollar zu einem Verlust von zwei Milliarden US-Dollar führte. Nur wenige Medienmarken wurden so hart von der Pandemie getroffen. Das liegt unter anderem auf der Fokussierung auf Mega-Blockbuster und die zahlreichen Parks.

Die Coronavirus-Pandemie hat auch das Kinofilmgeschäft zum Erliegen gebracht. «Black Widow» und «The Eternals» wurden schon Monate verschoben und werden möglicherweise erst nach dem Ende des Virus in die Kinos kommen. Disney kündigte allerdings an, dass zumindest «Mulan» bei Disney+ erscheinen soll. In den Vereinigten Staaten von Amerika müssen die Kunden des Abo-Dienstes weitere 29,99 US-Dollar für den Film entrichten. „Wir betrachten «Mulan» als Einzelstück und nicht als ein neues Geschäftsmodell“, sagte CEO von Disney, Bob Chapek, bei einem Gespräch mit den Investoren. „Wir finden es jedoch sehr interessant, den Verbrauchern ein neues Angebot zu einem Preis von 29,99 Dollar zu unterbreiten und daraus zu lernen.“

Infografik: Dunkle Wolken über dem magischen Königreich | Statista

Inzwischen hat Disney damit begonnen, seine Parks in Florida, Paris und Tokio langsam und unter distanzierten Maßnahmen wieder zu öffnen. Der Disneyland-Park in Kalifornien bleibt weiterhin auf unbestimmte Zeit geschlossen. Auch der Unterhaltungsbereich abseits von Kino ist für Disney ein Desaster. Die Film- und Fernsehproduktionen wurden eingestellt. Außerdem haben Sportmannschaften gerade erst wieder angefangen zu spielen, ESPN hatte im zweiten Quartal kaum Programm und somit wenig Werbung.

Disney nahm Abschreibungen in Höhe von 4,9 Milliarden US-Dollar bei seinen internationalen Kanälen vor. Durch den Kauf von 21st Century Fox übernahm Disney mehr als 200 Kanäle. Zumindest war Disney+, der Streaming-Dienst der im November startete, ein Lichtblick. Die Filmversion von «Hamilton» und Beyonces «Black is King» führten im Juli zu einem Anstieg der Abonnentenzahlen. Das Unternehmen teilte mit, man habe 57,5 Millionen Abonnenten im zweiten Quartal und komme mit Hulu und ESPN+ auf mehr als 100 Millionen zahlende Kunden. Die Marke Star, die man von der Megafusion mit Fox erbte, soll massiv ausgebaut werden.

Im Segment des Filmbereich ging der Umsatz von 55 Prozent auf 1,7 Milliarden US-Dollar zurück, der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen lag bei 668 Millionen US-Dollar (-16%). In der Kabelsparte sanken die Einnahmen um zehn Prozent auf vier Milliarden US-Dollar, die Betriebseinnahmen stiegen um 50 Prozent auf 2,5 Milliarden US-Dollar. Der Grund ist simpel: ESPN sparte massiv für den ausgefallenen Sportübertragungen. Die Einnahmen beim Broadcasting-Television stieg um zwölf Prozent auf 2,5 Milliarden US-Dollar, das Betriebsergebnis wuchs um 55 Prozent auf 477 Millionen US-Dollar.

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