Die Kritiker

«Das Quartett – Der lange Schatten des Todes»

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Mit «Das Quartett» schickt das ZDF eine neue Samstagskrimireihe ins Rennen. Dabei sollen neue Ermittlungstechniken und ein gleich vierköpfiges Team an den Start gehen.

Das ist die neue ZDF-Krimireihe

«Das Quartett», wie die Mordkommission K14 auch genannt wird, besteht aus vier sehr unterschiedlichen Polizisten-Persönlichkeiten, die innerhalb der Leipziger Polizei ein kongeniales Team bilden. Maike Riem hat die K14 gegen alle Widerstände durchgeboxt und ist die Leiterin des Teams. Sie hat ihre Mitarbeiter nach deren jeweils speziellen "Skills" ausgesucht. Mithilfe der neuesten Technik, der 3-D-Tatortbegehung, und den speziellen menschlichen Fähigkeiten der einzelnen Kommissare sind sie ein unschlagbares Team.
Quelle: ZDF
Die Mordkommission K14 aus Leipzig trägt den Spitznamen „Das Quartett“. Dieser rührt daher, dass sich die Abteilung aus vier PolizistInnen zusammensetzt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ihre verschiedenen Fähigkeiten müssen sie gemeinsam einsetzen, um einen Mord zu lösen, bei dem ein kürzlich verstorbener Mann auftaucht. Doch dieser wurde bereits vor mehreren Jahren für tot erklärt. Die Ermittler sind verwirrt und der Fall nimmt mysteriöse Züge an. Die Suche nach dem Mörder und dem Grund für die eigentliche frühzeitige Todeserklärung machen dem Quartett zu schaffen.

Das Schema eines Kommissarenduos ist im deutschen Fernsehen weit verbreitet, nicht zuletzt durch Serien wie «Ein Fall für Zwei» und natürlich dem «Tatort». Dieses Konzept weiter auszubauen und auf vier Ermittler zu erweitern, ist interessant und bietet Platz für neue Ansätze. Schade nur, dass «Das Quartett» die neuen Möglichkeiten nicht vollends auszuschöpfen vermag.

Was bei dem Vierergespann von der ersten Minute an deutlich wird, ist, dass jeder der Ermittler über einen eigenen Charakter verfügt. Maike Riem, die von Anja Kling gespielt wird, ist die eigentliche Leiterin der K14 Kommission. Dass sie mit ihrem Team, in dem noch eine weitere Frau und zwei Männer sind, auch aneinandergeraten kann, wird während dem Fall spürbar. Dadurch bekommen die vier Charaktere Konturen und wirken nicht wie gewöhnliche Ermittler, denen jegliche Motivation fehlt.

Dennoch merkt man als Zuschauer schnell, dass der Fokus primär auf der Teamleiterin Anja Kling liegt und die restlichen drei PolizistInnen nur die Rolle als Nebendarsteller einnehmen dürfen. Bei einer neuen Krimiserie, die den Titel «Das Quartett» trägt, geht man natürlich davon aus, dass alle Ermittler die gleiche Screen Time erhalten. In dieser Annahme irrt man hier jedoch und ein Titel wie „Kling und das Trio“ wäre passender gewesen.

Was den ersten Fall jedoch interessant macht, ist der Einsatz von neuen technischen Errungenschaften, um dem Mörder auf die Schliche zu kommen. So wird eine 3D Version des Tatorts gezeigt, wodurch er für die Ermittler begehbar wird. Das ist nicht nur interessant anzusehen, sondern wird von einer dezenten, aber der richtigen Prise Humor begleitet.

Dennoch muss man sagen, dass es dem neuen Quartett ein wenig an Pepp fehlt. Auch wenn die Geschichte rund um den gleich zweimal Verstorbenen interessante Ansätze bietet, fehlt ihr doch eine Spannung, die den Zuschauer über die volle Laufzeit unterhält. Das Finale lässt zwar dank seines technischen Einsatzes eine innovative Note erkennen, allgemein hätte der neuen Samstagskrimireihe aber mehr Biss gutgetan.

Fazit: «Das Quartett» hat durchaus das Potential sich zu einer guten Krimireihe zu entwickeln. Dafür fehlt aktuell jedoch noch der Feinschliff, den sowohl das Drehbuch, als auch die Intensität vermissen lassen. Doch die Prämisse des Viererteams ist vielversprechend und kann in weiteren Fällen zu mehr ausgebaut werden. Bisher fährt die neue Krimireihe des ZDF also in seichten Gewässern und kann sich noch nicht als durchweg gute Unterhaltung erweisen. Doch «Das Quartett» hat das Potential sich zu einem guten Samstagskrimi zu entwickeln.

Das ZDF zeigt «Das Quartett – Der lange Schatten des Todes» am 12. Oktober um 20.15 Uhr.

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