Die Kritiker: «Rizzoli & Isles»

Story:
Jane Rizzoli gilt als rauh und Impulsiv, sie ist für ihre Schlagfertigkeit bekannt. Ihren Job hat sie sich wahrlich hart erarbeitet, sie ist die einzige Frau im Morddezernat und muss gegen ihre männlichen Kollegen bestehen. Um einen Fall zu lösen, sind der toughen Ermittlerin einige Mittel recht – und so stehen Notlügen und leichtere Drohungen auf der Tagesordnung. Ihr Temperament muss allerdings das eine oder andere Mal gebremst werden.

Diesen Part übernimmt Freundin Dr. Maura Isles, die das komplette Gegenteil von Rizzoli ist. Sachlich, von Kopf bis Fuß gestylt. Sie zelebriert ihren Beruf mit Stil. Die so genannte „Queen of Dead“ ist Wissenschaftlerin aus Leidenschaft und beeindruckt mit ihrem Wissen als eine Art „wandelnde Bibliothek.“ Ihre Arbeit als Gerichtsmedizinerin erledigt die Perfektionistin stets mit Bravour – sie hat aber Probleme im Privatleben. Denn, dass sie auch bei Lebenden gerne medizinische Analysen erstellt (ungefragt natürlich!) kommt bei einigen Herren der Gattung weniger gut an.

Darsteller:
Angie Harmon («Law & Order») ist Jane Rizzoli
Sasha Alexander («NCIS») ist Dr. Maura Isles
Lee Thompson Young («FlashForward») ist Barry Frost
Bruce McGill («8 Blickwinkel») ist Vince Korsak

Kritik:
In den USA konnte der Kabelsender TNT mit «Rizzoli & Isles» den perfekten Partner für die Krimiserie «The Closer» etablieren. Teilweise über sieben Millionen Menschen schalten ein, wenn die beiden Ermittlerinnen ihre Fälle lösen. Zehn Folgen der ersten Staffel liefen im Mutterland im Sommer 2010 an – qualitativ setzte sich die erste Staffel sicherlich an die Spitzenposition unter den Neustarts des Jahres. Zu überzeugen weiß vor allem die erste Episode, die in Deutschland den Namen „Wundmale“ trägt. Sie baut grob auf einem Buch auf – so wie übrigens die ganze Serie auf den Geschichten von Autoren Tess Gerritsen basiert.

Mit den beiden Figuren eroberte diese weltweit die Bestsellerlisten – in über 20 Sprachen wurden die Texte übersetzt – mit «Grabesstille» gibt es seit März 2012 den neuesten Fall rund um Rizzoli und ihre Kollegin Isles in den Buchhandlungen. Die Bücher zu kennen, schadet beim Schauen der Serie nicht – es ist allerdings auch keine Voraussetzung.

Mit der Folge „Wundmale“ haben sich die Macher des Formats wahrlich selbst übertroffen. Gerne haben Krimi-Piloten nämlich ein Problem: Sie führen zulange ein und konzentrieren sich im Auftakt nicht auf das Wesentlich: Genau das aber setzt «Rizzoli & Isles» unglaublich geschickt um – in den knapp 50 Minuten ist die Geschichte unglaublich dicht – und sie ist in keinster Weise vorhersehbar. Wer kein Krimi-Fan ist, dem wird das Geschehen möglicherweise sogar zu gedrängt sein. Alles in allem ist die Auftaktepisode aber der beste serielle Krimiauftakt dieses Jahrzehnts.

So ist es klar – und irgendwie fast schade – dass die weiteren Folgen dieses Level nicht halten können. Folge zwei fällt gegenüber Folge eins in Sachen Tempo, Spannung und Idee ab, bleibt aber auf hohem Niveau. Dazu trägt neben der guten Geschichte auch das unglaublich stark agierende Duo aus Sasha Alexander (und vor allem aus ihr!) und Angie Harmonn bei. In Folge zwei erfährt der geneigte Zuschauer schon mehr aus dem Privatleben von Jane Rizzoli (vielleicht etwas zu viel?) – was die Figuren menschlicher und interessanter macht.

Versehen wurden die Figuren mit zahlreichen menschlichen Schwächen – ein Schmunzeln ist also nicht verboten, wenn die Medizinerin Isles beim Date auf Erbkrankheiten zu sprechen kommt, die das romantische Flair natürlich total zerstören und der Gedatete dann eher das Weite als das Nahe sucht. Nicht umsonst fühlt sie sich – und da ist man vielleicht etwas zu 0815 – in der Nähe von Toten wohler als in der Nähe von Lebenden. Insgesamt gibt der große Erfolg in den Vereinigten Staaten der Serie aber recht.

«Rizzoli & Isles» lässt Genrekonkurrenten wie «Hawaii Five-0» oder auch «The Mentalist» hinter sich und dürfte nach aktuellem Dafürhalten in den Staaten noch ein längeres Leben vor sich haben. Krimifans sei das Einschalten demnach dringend angeraten.

VOX startet die Serie am Mittwoch, 14. März 2012, um 20.15 Uhr.

13.03.2012 09:00 Uhr  •  Manuel Weis Kurz-URL: qmde.de/55477

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