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Gegen starke Bundesliga: «Die Anstalt» kehrt schwach zurück

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Auch unmittelbar vor der Bundestagswahl hatten Claus von Wagner und Max Uthoff nur wenig Chancen gegen die «Sportschau»-Übermacht im Ersten. Enttäuschend lief König Fußball dagegen am Vorabend.

«Anstalt»-Quotenbilanz zuletzt

  • Frühj. 16: 2,65 Mio. (12,0% / 7,7%)
  • Herbst 16: 2,37 Mio. (11,0% / 7,0%)
  • Frühj. 17: 2,39 Mio. (11,0% / 7,1%)
Durchschnittliche Werte von jeweils vier Folgen.
Dem kabarettistischen Vorzeige-Format «Die Anstalt» wird es nicht immer leicht gemacht, sein Publikum zu mobilisieren - wie so oft musste es auch diesmal wieder gleich zum Start der neuen Staffel wieder zumindest teilweise gegen König Fußball antreten. So reichten 2,23 Millionen Zuschauer ab 22:15 Uhr nur für 10,5 Prozent des Gesamtpublikums aus, was angesichts eines ZDF-Senderschnitts von zuletzt meist rund 13 Prozent doch schon recht deutlich unter dem Soll lag. Beim jungen Publikum konnten sich fünf Tage vor der Bundestagswahl 0,66 Millionen für die kabarettistische Aufbereitung des Weltgeschehens erwärmen, hier wurden immerhin ganz ordentliche 6,1 Prozent verbucht.

Die erste Hälfte der «Sportschau»-Zusammenfassungen zum 5. Spieltag wiederum liefen ab 22:50 Uhr im Ersten und kamen trotz der etwas weniger lukrativen Sendezeit auf eine deutlich höhere Zuschauerzahl von 3,22 Millionen, was gewohnt starken 19,8 Prozent am Gesamtmarkt entsprach. Bei den 14- bis 49-Jährigen wiederum gingen 0,83 Millionen mit ebenfalls voll und ganz überzeugenden 13,7 Prozent einher. In der Vorsaison waren übrigens drei Spieltage unter der Woche ausgestrahlt worden, was in der Regel rund 18 Prozent des Gesamtpublikums bzw. elf Prozent der Jüngeren angelockt hatte. Damals aber lief die «Sportschau» immer bereits um 22:30 Uhr.


Frauenfußball floppt am Vorabend


Nicht ganz so stark, aber doch mehr als ordentlich lief auch die 45-minütige Doku «Nie mehr erste Liga?» über gefallene Traditionsvereine, die ab 23:50 Uhr immerhin noch 1,30 Millionen Menschen vor den Geräten mobilisierte und damit nach wie vor sehr gute 13,0 Prozent insgesamt bzw. fantastische 12,1 Prozent bei den Jüngeren verzeichnete. Und dann lief bereits um 18 Uhr auch noch das WM-Qualifikationsspiel der deutschen Fußballdamen gegen Tschechien, das allerdings mit gerade einmal 8,6 und 2,8 Prozent bei 1,76 Millionen eine herbe Bruchlandung hinlegte - insbesondere auch eingedenk des Umstands, dass hier sonst «Wer weiß denn sowas?» sehr gute Ergebnisse einfährt.

Das Zweite wiederum schleppte sich mit unterschiedlichen informativen Angeboten durch den Dienstagabend und machte dabei keine allzu gute Figur. So kam etwa die «ZDFzeit»-Doku «Wie gerecht ist Deutschland?» zur besten Sendezeit nur auf 2,72 Millionen Zuschauer und 8,9 Prozent Marktanteil, bevor «Frontal 21» anschließend sogar noch leicht auf 2,40 Millionen und 7,6 Prozent zurückfiel. Die Wissenschaftssendung «Leschs Kosmos» verbuchte nach der «Anstalt» ebenfalls wenig euphorisierende 1,39 Millionen und 8,9 Prozent, bevor «Markus Lanz» ab 23:40 Uhr den Abend angesichts starker 13,9 Prozent bei 1,34 Millionen doch noch auf schönem Niveau ausklingen ließ. Bei den 14- bis 49-Jährigen wiederum liefen sämtliche Angebote bis auf «Frontal 21» (nur 4,4 Prozent) mit Marktanteilen zwischen 6,0 und 7,2 Prozent respektabel.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/95934
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