Sat.1 holt mit «Genial daneben» einen alten Klassiker wieder zurück ins Programm. Wir waren bei den Aufzeichnungen dabei und haben in die neuen Folgen live reinschauen können.
Plötzlich steht er da, Jackett, Jeans und Shirt, die Haare leicht ergraut. Klein sieht er aus, dünn ist er, aber die Stimme ist unverwechselbar: Hugo Egon Balder, eines der letzten Gesichter des klassischen Fernsehens, betritt die Bühne seiner Sendung. Es werde heiß werden in den nächsten sechs Stunden hier im Studio, sagt er.
Und jetzt steht da also der Balder auf seinem Panel, macht das Warm-Up selbst und schickt die Zuschauer nach einer Stunde wieder aus dem Studio. Das klassische Fernsehen ist mit der Wiederauferstehung von «Genial daneben» wieder da, kurz freilich. Denn sechs Folgen nur hat Privatsender Sat.1 im Januar in Köln aufgezeichnet und schickt die Sendung in den aus der Versenkung geholten FunFreitag - immer um 21.15 Uhr.
Und wenn der Balder also schonmal darf, darf die "dicke Tante" Hella von Sinnen natürlich nicht fehlen und der «Clever»-Mann Wigald Boning als Ratestammbesetzung. Man kennt sich eben noch von früher - und hat scheinbar erst gestern noch bei Tele5 gesoffen. Dazu: Jeweils drei Comedians, die sich abwechseln: Antoine Monot Jr. wird seinen ersten Auftritt bei «Genial daneben» überhaupt haben, Ingo Appelt wird da sein, Ralf Schmitz, Kaya Yanar, Ruth Moschner.
Und trotzdem funktioniert das Prinzip der Sendung immer noch, obwohl in den ersten Reihen jene kameratauglichen Jugendlichen sitzen, die mit der Generation Joko und Klaas aufgewachsen sind und den Beginn der Sendung nicht verfolgt haben. Die einzelnen Raterunden zu den Fragen sind mit 8 bis 10 Minuten kurz und gerade noch YouTube-tauglich, jeder kann zu jeder Zeit einsteigen - oder auch wieder aussteigen. Es ging beim Prinzip von «Genial daneben» nie darum, dass man eine gesamte Ausgabe gesehen haben muss, weil die Sendung schon immer daraus bestand, einfach nur Frage an Frage zu reihen - und damit absurde Gespräche zu initiieren. So ist «Genial daneben» auch heute der kleine Wochenendstammtisch geblieben, bei dem man zwar nur Wasser trinkt, aber predigt, als hätte man ne Menge Wein intus. Und kommt ohne Einspieler, digitalen Animationen oder Stimmen aus dem Off aus. 
«Genial daneben» mit Hugo Egon Balder (r.), Hella von Sinnen (hinten l.), Wigald Boning (hinten r.), Kaya Yanar (2.v.r.), Ralf Schmitz (2.v.l.) und Luke Mockridge (l.)


• Clever • Die Kirmeskönige • Genial daneben • Tutti Frutti • Wer weiß denn sowas?
Manager Creative Productions (m/w/d)
Jungredakteur/Redakteur Casting (w/m/d)
Pflicht/-Orientierungspraktikant Redaktion (w/m/d)
Redakteur (w/m/d) oder Jungredakteur (w/m/d)
Jungredakteur/Redakteur (w/m/d)
Es gibt 7 Kommentare zum Artikel
09.03.2017 19:07 Uhr 5
Meine Mutter war schon immer ein großer Fan von der Show und freut sich total auf die neuen Folgen.
09.03.2017 20:49 Uhr 6
Schöner Artikel übrigens.
11.03.2017 13:21 Uhr 7
Etwas verspätet. Sie haben es aber nur mit Wiederholungen versucht, oder? Ich sprach schon von neuen Folgen.