Obwohl die Drama-Serie beim kleinen ABC Family erhebliche Verluste verkraften musste, bestellte der Sender eine weitere Staffel. Die vergangene Season im US-Check.
Auf diesem Niveau bewies die zweite Staffel eine hohe Konstanz. Die Verluste wurden vorerst eingedämmt und kamen erst wieder im Rahmen der dritten Staffel, die durchschnittlich noch 1,42 Millionen Zuschauer unterhielt. Noch immer ein gutes Ergebnis für ein ABC Family-Format, wo sich die Comedy-Formate reichweitentechnisch allesamt unter der Millionen-Marke bewegen. Dorthin ging es für «Switched at Birth» nach einem ordentlichen Start in die vierte Season ebenfalls. Ab dem 6. Januar 2015 ging die Drama-Serie dort jeweils dienstags ab 21 Uhr direkt nach «Pretty Little Liars» auf Sendung. Die größte Konkurrenz im Zeitslot fand sich zu dieser Zeit in «The Haves and the Have Nots» des Oprah Winfrey Network wieder, in TBS-Wiederholungen von «The Big Bang Theory» oder Programmen des History Channels. Zum Staffelstart schalteten 1,29 Millionen Personen ab Zwei ein, um «Switched at Birth» zu verfolgen.
Episode zwei gab bereits auf 1,15 Millionen Interessierte ab, danach rutschte die von Lizzy Weiss erdachte Serie jedoch erst einmal nicht weiter ab. Schon Episode drei verbesserte sich am 20. Januar wieder auf 1,21 Millionen Interessierte ab zwei Jahren. Noch besser lief es sieben Tage später, als 1,30 Millionen Personen einschalteten. Auf diesem Niveau hielt sich «Switched at Birth» noch bis zur siebten Folge der dritten Staffel und damit bis zum 17. Februar 2015. In diesem Zeitraum schwankte die Reichweite zwischen 1,24 und 1,34 Millionen Zuschauern. Der 24. Februar kennzeichnete dann jedoch einen gehörigen Reichweiteneinbruch. Mit noch 0,95 Millionen Zusehern lag die ABC Family-Serie das erste Mal überhaupt unter einer Million Zuschauern und verbuchte so logischerweise die vorerst niedrigste Zuschauerzahl aller Zeiten. Eine Fremdeinwirkung in Form übermäßig starker Konkurrenzprogramme war nicht erkennbar.
Trotz der deutlichen Rückgänge in Bezug auf das Zuschauerinteresse, müssen sich Fans des Formats erst einmal keine Sorgen um die Zukunft der Serie machen: Am 21. Oktober gab ABC Family bekannt, «Switched at Birth» für eine fünfte Staffel zu verlängern. „Jede Staffel von «Switched at Birth» liefert weiterhin frische Storylines, in denen Zuschauer sich wiedererkennen. Sie befassen sich mit wichtigen sozialen Belangen und reflektieren das, was unser Publikum täglich erlebt“, begründete Karey Burke, Programmchefin von ABC Family, den Schritt. Die fünfte Staffel wird dann bereits bei Freeform laufen – so nennt sich ABC Family künftig. Das Staffelfinale interessierte am 26. Oktober schließlich wieder deutlich schwächere 0,84 Millionen Zuschauer. Mit durchschnittlich 1,02 Millionen Interessierten lief «Switched at Birth» in seiner vierten Staffel noch immer besser als alle originalen ABC Family-Comedies, lag aber in der Drama-Kategorie nur vor dem Serienneustart «Stitchers».


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