Romantische Beziehungen am Arbeitsplatz sind immer mit Vorsicht zu genießen. Entweder sie zerstören eine Freundschaft oder sie ruinieren das Arbeitsverhältnis. In einigen Ausnahmefällen kann die Romanze im Beruf sogar ein Vorteil sein, wenn man einander versteht, oder dank des Partners Mimik und Gestik sofort die Gefahr der Situation herauslesen kann. Okay, letzterer Punkt war nur ein Storyanteil in der Krimiserie «Standoff», doch war es genau dieser Punkt, der die Serie überhaupt für einige Folgen ansehbar machte, bevor die Autoren rund um Serienerfinder Craig Silverstein («Nikita») erkannten, dass ihre Serie nicht mehr als eine TV-Variante des Hollywood-Thrillers «Verhandlungssache» ist. Und nachdem «Standoff» in weniger als zwei Monaten mehr als die Hälfte seiner Zuschauer verloren hatte, verbannte FOX die Serie in die Winterpause und versendete die restlichen Episoden im Sommer am Freitag Abend.
Dabei hatte FOX Vertrauen in die anfänglich charmante Serie: Obwohl die Reichweite im November unter die Fünf-Millionen-Marke gerutscht ist, wurde den Produzenten eine Gnadenzeit von sechs zusätzlichen Episoden gegeben. Der Sender kämpfte somit nicht nur gegen seinen damaligen Ruf als Broadcast Network, welcher seinen schwach laufenden Serien keine Chancen für Zuschauerbindung gibt, sondern wollte auch abwarten, ob die Rückkehrer «24» und «American Idol» im Januar eine positive Auswirkung auf die Quoten von «Standoff» hätte haben können. FOX zeigte sich jedoch schnell ungeduldig und verschob seine Serie, welche ursprünglich im März zurückkehren sollte, zuerst in den April und schlussendlich in die zuschauerarmen Sommermonante. Während der Upfronts-Veranstaltung am 16. Mai verkündete FOX, dass «Standoff» nach 18 Episoden endet und der Sender die Serie nicht verlängern wird.• Standoff
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