Dass nicht jede Sendung, in anderen großen Ländern dieser Welt Erfolg hat, auch in Deutschland zum Quotenhit werden muss, lehrten uns schon etliche Beispiele der Fernsehgeschichte. Ein neues Opfer schien nach den Werten der Auftaktfolge die in Großbritannien überaus erfolgreiche Castingshow «X Factor» zu werden, welche am Freitagabend nicht über sehr mittelmäßige Werte hinauskam. Mit der zweiten und wohl auch letzten Folge auf RTL konnte das Format jedoch schon deutlicher zeigen, welches Potenzial es auch in der Bundesrepublik hat.
Die reichweitenstärkste Sendung am Samstagabend folgte jedoch erst um 22:15 Uhr mit der Stand-Up-Comedy «Bülent Ceylan live!». Obgleich es sich hierbei nur um eine Wiederholung seines Programms vom letzten Jahr handelte, wollten 2,33 Millionen Bundesbürger mitlachen und bescherten dem Sender somit gute 12,8 Prozent Marktanteil. Exakt dieselbe Reichweite wie zuvor «X Factor» erreichte der Deutsch-Türke beim jungen Publikum, aufgrund der insgesamt etwas höheren Zahl der Fernsehenden reichte es jedoch für "nur" 20,8 Prozent. Angesichts dessen, dass am Vortag ein Live-Programm von Rüdiger Hoffmann beim werberelevanten Publikum nur mit viel Anstrengung überhaupt auf einen zweistelligen Marktanteil gelangte, wird der Kölner Sender mit Sicherheit auch darüber wenig zu beanstanden haben.• X Factor • Bülent Ceylan live • Upps
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