Regenchaos in Sao Paulo und Fan-Wut in Deutschland. Am Samstagabend stand die genaue Startreihenfolge für den Grand Prix von Brasilien, der am Sonntagabend ausgetragen wurde, erst nach 163 Minuten fest. Es war somit das längste Qualifying der Formel 1-Geschichte. Heftiger Regen über der Strecke machte eine Austragung der Qualifikation zeitweise unmöglich – schon während des ersten Abschnitts krachte es mehrmals. Als dann in „Q2“ ein weiterer Bolide von der Strecke rutschte, entschieden sich die Rennkommissare die Qualifikation rund eine Stunde lang auszusetzen.
Die entscheidenden Szenen waren in Deutschland also exklusiv im Pay-TV bei Sky zu sehen, was Kommentator Jaques Schulz dort mehrfach und mit Genuss erklärte. RTL schaltete allerdings um kurz vor halb zehn Uhr abends nochmals nach Brasilien und brachte seine Zuschauer immerhin noch auf den neuesten Stand der Dinge. Motorsportfans in Foren waren dementsprechend wütend, schließlich stand die Weltmeisterschaft am Samstag kurz vor ihrer Entscheidung. Im Gespräch mit Quotenmeter.de verteidigte RTL-Sprecher Matthias Bolhöfer das Vorgehen: „Die Entscheidung war eine Richtige angesichts der Unklarheit, ob am Samstag überhaupt noch einmal gefahren wird.“• Formel 1
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