Die Folge: Gerade mal 2,22 Millionen Fernsehzuschauer sahen den Auftakt zur neuen Saison, eine Woche später saßen sogar nur noch 2,05 Millionen Fans vor den Fernsehern. Besonders bitter für Sat.1: Selbst das zwei Stunden später ausgestrahlte «Aktuelle Sportstudio» erreichte mehr Menschen als die Erstverwertung der Liga-Bilder durch den Privatsender. Der Super-GAU für Sat.1 war damit perfekt. „Hier zwingt man den Menschen ein Produkt auf zu einer Zeit, in der sie es eigentlich gar nicht haben wollen“, beschrieb Gerd Niebaum, Präsident von Borussia Dortmund, die Lage deutlich. „Der Bruch mit den tradierten Gewohnheiten ist zu groß. Ich gebe «ran» keine große Chance.“
„Ich bin sprachlos, und weiß echt nicht, was wir noch machen können“, sagte der damalige «ran»-Moderator Jörg Wontorra. „Ich bin enttäuscht über die Quote, weil Fußball eigentlich mehr Wert hat.“ Daher musste schließlich gerettet werden, was eigentlich nicht mehr zu retten war: Nach drei verkorksten Wochen siegten die Fans über Sat.1 und die Bundesliga, mit der Folge, dass «ran» samstags um 19:00 Uhr an den Start gehen konnte. Eine weitere Saison hielt die Fußballshow noch durch, ehe die Rechte schließlich von der ARD erworben wurden, wo die «Sportschau» eine Renaissance feierte, wenngleich auch die öffentlich-rechtliche Zusammenfassung angesichts des immensen Werbe-Umfelds bis heute immer wieder kritisiert wird.• ran • Sportschau
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