In den letzten Tagen und Wochen gab es kaum ein Thema, das sich hartnäckiger und ausführlicher in den Medien präsentierte als die Wahl und Vereidigung von Barack Obama zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Ein regelrechter Kult um den ehemaligen Senator von Illinois weckte nicht nur in den USA das Interesse eines Millionenpublikums, das kaum besser informiert sein konnte: Ein unvergleichliches Medienaufgebot im Internet und Fernsehen begleitete und kommentierte über Stunden die Amtseinführung Obamas.
Doch Barack Obamas Amtseinführung fand mehr im Internet als im Fernsehen statt: Schon der Wahlkampf war ein multimedial inszeniertes Schauspiel, das sich weniger auf passive Werbung beschränkte als vielmehr in sozialen Netzwerken, Blogs und auf Videoseiten Amerikaner zur Unterstützung aufforderte. Zwar wurden den Vereidigungsfeierlichkeiten bei den großen Networks ABC, CBS und NBC teilweise mehrstündige Sondersendungen eingeräumt, aber die Quotengewinner des historischen Abends waren die altgedienten Unterhaltungssendungen.• Obama
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