Derzeit verfügt der Sender über etwas mehr als eine Million Abonnenten, die 14,99 bzw. 9,99 Euro pro Monat bezahlen. Etwa die Hälfte davon kamen über den Zusammenschluss mit Premiere (größtenteils im KDG-Gebiet) zusammen. Für diese Kunden bekommt arena nicht den vollen Preis, teilweise wurden alte Fußballverträge einfach übernommen, sodass zehn Euro erst gar nicht extra fällig werden.
Nicht mit eingerechnet sind hier die Gagen von Oliver Welke (Foto) und seinen TV-Kollegen. Ebenfalls nicht eingerechnet sind die Kosten der gesamten TV-Übertragung, der sonstigen Sportredaktion, PR-Redaktion und allen weiteren Mitarbeitern. Mit sechs Millionen Kunden, die man nach dem dritten Jahr beisammen haben wollte, wäre die Rechnung insgesamt aufgegangen. arena hat aber wohl erkannt, dass Fußball im Pay-TV niemals sechs Millionen Haushalte für sich gewinnen kann. Diese Weisheit kam den Verantwortlichen allerdings viel zu spät zugeflogen.
Auf der Verliererseite stehen nun vor allem die Reporter, die vor einem Jahr von Premiere weggingen und bei arena anheuerten: Hansi Küpper, Michael Born, Carsten Fuß, Marco Wiefel, Oliver Forster, Holger Pfandt und Erich Laaser. Die Aussage von Premiere-Chef Kofler war 2006 deutlich: Wer weggeht, für den sei die Türe bei Premiere für immer geschlossen, sagte er damals. Angesichts der bei ihm vorherrschenden Freude könnte er seine Meinung aber sicherlich auch schnell wieder ändern.
• arena
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