Am 28. November beleuchtet der Sender das Verhältnis von Klaus Mann und Gustaf Gründgens, bevor eine Opernaufzeichnung aus München folgt.

arte widmet seinen späten Samstagabend zwei unterschiedlichen Auseinandersetzungen mit dem Mephisto-Stoff. Am 28. November 2026 läuft um 23.05 Uhr die Dokumentation
«Mephisto – Gustaf Gründgens & Klaus Mann» als Erstausstrahlung. Der 55-minütige Dokumentarfilm von André Schäfer verknüpft die Entstehung von Klaus Manns Roman „Mephisto“ mit den Biografien des Schriftstellers und seines früheren Freundes Gustaf Gründgens. Mann schrieb das Buch 1936 im Exil als Abrechnung mit einem Künstler, der sich dem nationalsozialistischen Regime anpasst und dafür Erfolg und Schutz erhält. Als Vorbild der Hauptfigur Hendrik Höfgen diente Gründgens.
Während Klaus und Erika Mann Deutschland verließen, stieg Gründgens unter der Förderung Hermann Görings zu einem der einflussreichsten Theatermacher des NS-Staats auf. Nach dem Krieg setzte er seine Karriere fort. Die Dokumentation greift auch den späteren Streit um die Veröffentlichung des Romans in der Bundesrepublik auf. Anhand von Tagebüchern, Briefen und Archivmaterial untersucht Schäfer das Verhältnis von Kunst und Macht sowie die Verantwortung von Künstlern in autoritären Systemen. Online ist der Film vom 28. November bis zum 7. März 2027 verfügbar.
Die anschließende
«Faust»-Aufzeichnung zeigt Lotte de Beers Inszenierung von Gounods Oper an der Bayerischen Staatsoper. Jonathan Tetelman übernimmt die Titelrolle, Kyle Ketelsen spielt Méphistophélès und Olga Kulchynska Marguerite. Die Geschichte nach Johann Wolfgang von Goethe kreist um Ehrgeiz, Versuchung und Erlösung. Am Pult des Bayerischen Staatsorchesters steht Nathalie Stutzmann, die mit der Produktion ihr Debüt an der Bayerischen Staatsoper gab. Zur weiteren Besetzung gehören Florian Sempey als Valentin, Thomas Mole als Wagner, Emily Sierra als Siebel und Dshamilja Kaiser als Marthe Schwerdtlein. Die Kostüme stammen von Jorine van Beek.
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