Fernseher und Soundbar sind ausgesucht, die Monatsrate passt auf den ersten Blick ins Budget.
Bevor das Heimkino bestellt wird, sollte aber auch feststehen, was Zubehör, Lieferung und Aufbau kosten. Wenn zum Beispiel noch eine Wandhalterung, ein Streaming-Stick oder Kabel berücksichtigt werden müssen, steigt der Anschaffungspreis.
Welche Technik im Wohnzimmer gebraucht wird
Bei einem Projektor hängt es vom Modell und vom Abstand zur Leinwand ab, welche Bildgröße möglich ist. Vor dem Kauf ist es daher wichtig, die verschiedenen Aufstellmöglichkeiten zu prüfen. Für die Nutzung bei Tageslicht muss außerdem eine Verdunkelung eingeplant werden. Dementsprechend können gegebenenfalls zusätzliche Kosten für Rollos oder Vorhänge entstehen.
Wer sich nicht für einen Projektor, sondern für einen Fernseher entscheidet, muss neben der Größe des Bildschirms störende Spiegelungen und die Sicht von den tatsächlich genutzten Sitzplätzen aus berücksichtigen.
Ein separater Test zur Beurteilung des Tons wird empfohlen. Schließlich soll alles auch bei der Lautstärke verständlich bleiben, die zuhause üblich ist. Eine laute Vorführung im Geschäft verrät wenig darüber, ob die Dialoge auch bei niedriger Lautstärke klar zu verstehen sind, wenn nebenan Kinder schlafen.
Die folgenden vier Punkte helfen beim Zusammenstellen der Einkaufsliste:
1.
Montage
Halterung und Befestigung müssen zum Gerät und zur Wand passen. Wird die Montage von einem Dienstleister durchgeführt, gehören die entsprechenden Kosten ebenfalls ins Budget.
2.
Anschlüsse
Konsole, Zuspieler und Soundsystem benötigen passende Verbindungen. Für die Tonübertragung per HDMI zur Soundbar werden kompatible ARC- oder eARC-Anschlüsse benötigt.
3.
Streaming
Die gewünschten Apps müssen auf dem Fernseher oder auf einem vorhandenen Zuspieler verfügbar sein. Sonst wird zusätzlich ein Streaming-Gerät gebraucht.
4.
Lieferumfang
Kabel, Ständer und Halterungen sind nicht bei jedem Produkt enthalten. Die Ausstattungsliste zeigt, was separat bestellt werden muss.
Aus dem Kaufpreis wird eine Monatsrechnung
Wenn die vollständige Einkaufsliste für das Heimkino steht, werden alle Posten addiert. Vom Ergebnis wird dann der Betrag abgezogen, der bereits für die Finanzierung eingeplant wurde. Die verbleibende Summe ist der mögliche Finanzierungsbedarf. Indem mehrere Bankangebote miteinander verglichen werden, können die für den individuellen Bedarf am besten geeigneten
Vorteile eines Onlinekredits genutzt werden. Beim Vergleich ist eine niedrige Monatsrate allein wenig aussagekräftig, denn eine längere Rückzahlung kann die Zinskosten erhöhen.
Beispiel:
In unserer Beispielrechnung werden Kosten in Höhe von 2.400 Euro über einen Zeitraum von 24 Monaten hinweg vollständig finanziert, ohne dass dabei Zinsen oder zusätzliche Kreditkosten berücksichtigt werden. Beim Strom haben wir mit einem Strompreis von 35 Cent pro Kilowattstunde und einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme aller laufenden Geräte von 250 Watt über durchschnittlich vier Stunden am Tag gerechnet. Der Verbrauch der Geräte, die Nutzungsdauer und der Stromtarif können diesen Posten verändern.
| Ausgabe | pro Monat | über 24 Monate |
|---|
| Finanzierungsrate | 100,00 Euro | 2.400,00 Euro |
| Streaming-Abos | 30,00 Euro | 720,00 Euro |
| Strom im Beispiel | 10,50 Euro | 252,00 Euro |
| Gesamtkosten | 140,50 Euro | 3.372,00 Euro |
Bereits vorhandene Abos gehören ins Haushaltsbudget, sind aber keine zusätzlichen Kosten des Gerätekaufs. Neu abgeschlossene Dienste dagegen erhöhen die monatlichen Ausgaben. Die Bildqualität kann dabei vom Tarif abhängen. Bei Netflix setzt die Wiedergabe in 4K unter anderem ein passendes Abo und kompatible Geräte voraus. Außerdem ist eine ausreichend schnelle Internetverbindung erforderlich.
Händlerfinanzierung und Bankangebote vergleichen
Null Prozent Zinsen sagen noch nichts darüber aus, ob das Gerät günstig angeboten wird. Zum Vergleich braucht es den Preis derselben Ausstattung bei anderen Händlern, einschließlich Versand und Montage. Zeitlich begrenzte Rabatte und
Verkaufstricks im Onlinehandel können Druck erzeugen, bevor diese Rechnung überhaupt steht.
Wer verschiedene Bankangebote miteinander vergleicht, sollte dabei die Kreditsumme und die Laufzeit jeweils gleich wählen. Außerdem sind die individuell tatsächlich angebotenen Konditionen wichtig und nicht ein beworbener Mindestzins, den möglicherweise nur ein Teil der Kunden erhält.
Beispiel:
Händler A verlangt 2.400 Euro und bietet eine Finanzierung ohne Zinsen oder Zusatzkosten. Bei Händler B kostet dieselbe Ausstattung 2.200 Euro. Kommen dort insgesamt 120 Euro Kreditkosten hinzu, beträgt die Gesamtausgabe 2.320 Euro. Das sind trotz der Kreditkosten immer noch 80 Euro weniger als bei Händler A.
Im Vertrag sollte außerdem stehen, ob neben dem Ratenkauf ein
zusätzlicher Rahmenkredit vereinbart wird. Wird dieser später genutzt, können dafür andere Zinsen gelten. Nicht jede Null-Prozent-Finanzierung enthält eine solche Kreditlinie. Auch freiwillige Versicherungen oder kostenpflichtige Karten sollten immer gesondert geprüft werden, denn selbst kleine monatliche Gebühren können sich über die Laufzeit zu einem beträchtlichen Betrag summieren.
Vor der Bestellung den Kreditabschluss klären
Kreditabschluss digital
Die digitale Beantragung eines Kredits erspart den Weg in die Filiale. Die Bank prüft weiterhin Einkommen und Identität und entscheidet über die Kreditvergabe. Eine Vorprüfung ist dabei noch keine verbindliche Zusage. Hängt der Kauf vom Darlehen ab, sollten Zusage und Auszahlung vor einer verbindlichen Bestellung geklärt sein. Andernfalls wird womöglich eine Rechnung fällig, bevor das Geld bereitsteht.
Budget aufteilen
Wenn der eigentlich gewünschte Kauf nicht ins Budget passt, lässt er sich in vielen Fällen aufteilen. So kann zum Beispiel ein vorhandener Fernseher zunächst bleiben, während der Ton verbessert wird. Leinwand, ein Projektor oder zusätzliches Equipment können dann später folgen. Für die nächste Anschaffung kann dann ganz in Ruhe weiteres Geld zurückgelegt werden.
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