Wirtschaft

Netflix verdient 3,664 Milliarden

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Obwohl die Quartalszahlen nach wie vor sehr gut ausfallen, sind die Anleger hinsichtlich des Ausbaus des Dienstes besorgt.

Der Streamingdienst Netflix hat am Dienstag die Zahlen für das dritte Quartal 2026 veröffentlicht. Das Unternehmen aus Los Gatos setzte im Juli, August und September dieses Jahres 12,841 Milliarden US-Dollar um. Das ist ein Plus von 11,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vor einem Jahr standen in der Bilanz 11,510 Milliarden US-Dollar, im zweiten Quartal wurden allerdings bereits 12,560 Milliarden US-Dollar Umsatz erzielt. Der Gewinn vor Steuern wuchs von 3,109 auf 4,317 Milliarden US-Dollar und das Nettoeinkommen verbesserte sich von 2,547 auf 3,664 Milliarden US-Dollar.

In den Vereinigten Staaten von Amerika und Kanada wuchs der Umsatz um elf Prozent auf 5,628 Milliarden US-Dollar. Im dritten Quartal 2025 wurden 5,072 Milliarden US-Dollar umgesetzt. In Europa und Afrika verbesserte sich der Umsatz von 3,699 auf 3,699 Milliarden US-Dollar – ein Wachstum um elf Prozent. In Latein- und Mittelamerika verzeichnete Netflix ein Wachstum von 17 Prozent. Im Vorjahresvergleich wurden 1,371 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet, jetzt sind es 1,603 Milliarden US-Dollar. In Asien und Pazifik verbuchte das Unternehmen 1,537 Milliarden US-Dollar, im Vorjahr waren es 1,369 Milliarden US-Dollar.

Das Werbeabo soll 2027 in 15 weiteren Ländern eingeführt werden. Für März sind Starts in neun noch nicht näher benannten Märkten in der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) sowie in Kolumbien, Peru und Neuseeland vorgesehen. Neuseeland ergänzt dabei die bisherige Ankündigung. Beim Ausbau der Werbetechnik läuft unterdessen nicht alles nach Plan: Da einige Funktionen langsamer als erwartet eingeführt werden, rechnet Netflix inzwischen für 2026 mit rund 2,7 statt etwa drei Milliarden US-Dollar Werbeumsatz. Welche Funktionen sich verzögern, ist unklar.

Auch die Nutzung beschäftigt den Streamingdienst. Netflix greift die Sorgen von Investoren bezüglich des Wachstums der Sehstunden ausdrücklich auf und will dieses beschleunigen. Die im Sommer gestartete Integration des französischen Senders TF1 sorgte ersten Auswertungen zufolge für zusätzliche Nutzung in Frankreich, konkrete Zahlen fehlen allerdings. Inzwischen machen nicht englischsprachige Inhalte mehr als ein Drittel der gesamten Nutzung aus, während es vor einem Jahrzehnt weniger als zehn Prozent waren.

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