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National Geographic erforscht die Geheimnisse der Weltmeere

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Die neue Dokumentation «Expedition: Saving Our Seas» begleitet Wissenschaftler bei ihren Entdeckungen in allen fünf Ozeanen und zeigt, wie moderne Technik zum Schutz bedrohter Meeresökosysteme beitragen kann.

Mit «Expedition: Saving Our Seas» präsentiert National Geographic am Freitag, den 13. November 2026, um 21.00 Uhr eine einstündige Dokumentation über die Erforschung und den Schutz der Weltmeere. Bereits am folgenden Tag wird die Produktion auch bei Disney+ und Hulu verfügbar sein. Erzählt wird der Film von Schauspielerin und Meeresschutzaktivistin Auliʻi Cravalho, die insbesondere als Originalstimme der Disney-Figur Vaiana bekannt ist. Die Regie übernahm Katharine Arthy.

Im Mittelpunkt stehen die mehrjährigen Forschungsreisen der Initiative National Geographic and Rolex Perpetual Planet Ocean Expeditions. Wissenschaftler und Entdecker untersuchen dabei sämtliche fünf Ozeanbecken, um die Auswirkungen des rasanten Umweltwandels zu dokumentieren und neue Möglichkeiten zum Schutz mariner Lebensräume zu entwickeln. Die Expeditionen reichen von tropischen Korallenriffen bis in die eisigen Polarregionen und verbinden modernste Forschungstechnologie mit dem Wissen lokaler Küstengemeinschaften.

Besonders spektakuläre Entdeckungen gelangen einem Forschungsteam im Südlichen Ozean. An Bord des Forschungsschiffes Falkor (too) des Schmidt Ocean Institute erkundeten die Wissenschaftler mit dem ferngesteuerten Unterwasserfahrzeug SuBastian Tiefen von nahezu 4.000 Metern. Dabei entdeckten sie die bislang südlichste bekannte hydrothermale Tiefseequelle der Erde, große Schwärme eiertragender antarktischer Krillkrebse in rund 900 Metern Tiefe sowie erstmals einen lebenden Riesenkalmar der antarktischen Gattung Gonatus. An den Untersuchungen waren unter anderem Andrew Thurber, Kim Bernard und Allison Fong beteiligt.

Weitere Expeditionen führen in den Pazifischen Ozean. Vor der Küste Neuseelands untersuchen Kim Bernard und die Meeresökologin Leigh Torres gemeinsam mit der örtlichen Māori-Gemeinschaft das Verhalten von Blauwalen und deren Nahrungsgrundlage, dem Krill. Auf den Cookinseln erforscht Anya Brown dagegen die Widerstandsfähigkeit von Korallen gegenüber steigenden Wassertemperaturen. „Wenn wir sie verlieren, wird uns das sehr treffen. Deshalb müssen wir uns jetzt darum kümmern“, betont die Wissenschaftlerin mit Blick auf die bedrohten Ökosysteme.

Auch im Indischen Ozean stehen neue Forschungsmethoden im Mittelpunkt. Die Meereswissenschaftlerin Sheena Talma von den Seychellen erprobt gemeinsam mit einem Team vor der südafrikanischen Küste spezielle Kamerasysteme, die in mehr als 3.000 Metern Tiefe eingesetzt werden können. Die Technik soll künftig auch vor den Seychellen genutzt werden, um bislang kaum erforschte Lebensräume zu dokumentieren und wissenschaftliche Grundlagen für die Fischereiverwaltung sowie die Ausweisung von Meeresschutzgebieten zu schaffen.

An der Atlantikküste Gambias untersucht die Meeresökologin Maiyai Taal Hocheimy die Folgen des steigenden Meeresspiegels für eine Küstenregion, in der fast eine halbe Million Menschen leben. Gemeinsam mit örtlichen Studenten werden Wassertiefen und Meeresströmungen vermessen. Zusammen mit Angelo Bernardino erforscht sie außerdem die Mangrovenwälder, die zwischen der Hauptstadt Banjul und dem vordringenden Meer liegen. In der Arktis wiederum arbeitet Kristina Brown mit der Inuit-Gemeinschaft von Gjoa Haven in Kanada zusammen, um erstmals das abgelegene Sherman Basin wissenschaftlich zu untersuchen und dessen Meeresboden zu kartieren.

Eine zentrale Rolle spielt außerdem die Tiefseeforscherin Katy Croff Bell, Gründerin der Ocean Discovery League. Sie entwickelt mit dem Deep Ocean Research and Imaging System, kurz DORIS, ein vergleichsweise kostengünstiges und leichtes Forschungsgerät, das auch kleineren Küstengemeinschaften den Zugang zur Tiefseeforschung ermöglichen soll. „Wir haben bisher nur etwa 0,001 Prozent der Tiefsee gesehen, die ungefähr zwei Drittel unseres Planeten bedeckt. Stellen Sie sich nur vor, was wir in den übrigen 99,999 Prozent noch entdecken werden“, erklärt Bell.


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