Das ZDF widmet eine neue Ausgabe von «37°Leben» den langfristigen Folgen von Mobbing. „Mobbing: Unsichtbare Narben“ wird am Sonntag, 18. Oktober 2026, um 9.03 Uhr ausgestrahlt und steht bereits ab Freitag, 16. Oktober, im Streamingangebot des Senders zur Verfügung. Im Mittelpunkt stehen die beiden 34-Jährigen Juliane und Nils, die während ihrer Schulzeit über Jahre ausgegrenzt und gedemütigt wurden.Juliane berichtet, von ihrer Einschulung bis zur neunten Klasse beleidigt, ausgegrenzt und auch körperlich angegangen worden zu sein. Nach ihrer Darstellung griffen die Lehrkräfte nicht ausreichend ein. Heute arbeitet sie selbst als Erzieherin und leitet ein Präventionsprogramm gegen Mobbing. Der Film begleitet sie bei ihrer Arbeit sowie im Familienalltag mit ihrem Mann, ihrer Tochter und ihrer Mutter. Außerdem spielt ihr Engagement in einem historischen Verein eine Rolle, durch das sie auf Renaissance-Festen einen persönlichen Rückzugsort gefunden hat.
Auch Nils wurde ab seinem 13. Lebensjahr über Jahre gemobbt und schließlich körperlich angegriffen. Die damaligen Erfahrungen wirken sich bis heute auf sein Leben aus. Er lebt mit einer posttraumatischen Belastungsstörung und berichtet von Panikattacken sowie großem Misstrauen gegenüber anderen Menschen. Nach mehreren stationären Klinikaufenthalten hat er eine Therapie begonnen. «37°Leben» begleitet ihn unter anderem beim Schwimmen, mit seinem Freund Markus und bei seinem Kegelverein. Zugleich kehrt Nils für den Film an Orte zurück, die mit den früheren Erlebnissen verbunden sind.
Die Dokumentation will damit zeigen, dass Mobbing keineswegs ausschließlich ein Problem des Schulhofs ist. Nach den vom ZDF angeführten Zahlen gibt rund jeder dritte Mensch in Deutschland an, im Laufe seines Lebens Mobbing erlebt zu haben. Wissenschaftliche Langzeituntersuchungen weisen demnach außerdem darauf hin, dass Betroffene von Mobbing während der Schulzeit im Erwachsenenalter ein zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko für Depressionen, Angststörungen und ein geringes Selbstwertgefühl haben.







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