Ein Moment aus dem spanischen Parlament bildet den Ausgangspunkt für eine neue historische Miniserie bei arte. Am Donnerstag, 5. November, startet um 22.55 Uhr «Anatomie eines Augenblicks». Die vierteilige Produktion beschäftigt sich mit dem Putschversuch vom 23. Februar 1981 und erzählt die Ereignisse aus der Perspektive von Adolfo Suárez, Santiago Carrillo und Generalleutnant Gutiérrez Mellado. Bereits ab Donnerstag, 29. Oktober, steht die Serie online zur Verfügung.Als bewaffnete Putschisten das Parlament stürmen und Schüsse fallen, suchen die Abgeordneten Schutz. Drei Männer bleiben jedoch aufrecht: der kürzlich zurückgetretene Ministerpräsident Suárez, Kommunistenführer Carrillo und Mellado. Von diesem Augenblick aus blickt die Serie zurück und zeichnet nach, welche politischen Entwicklungen Spanien nach dem Ende der Franco-Diktatur bis an diesen Punkt gebracht hatten.
Die erste der vier Folgen trägt den Titel „Ein Politiker“ und konzentriert sich auf Adolfo Suárez. Nach Francos Tod wurde er von König Juan Carlos zum Ministerpräsidenten ernannt und entwickelte sich zu einer Schlüsselfigur beim Übergang Spaniens zur Demokratie. Dabei bewegte er sich zwischen den Strukturen des alten Systems und den notwendigen Reformen für eine moderne Verfassung. Im Parlament gehört Suárez schließlich zu den vom Militär besonders verhassten Politikern.
Als Oberst Antonio Tejero und seine Männer das Parlament besetzen, fordert Suárez von ihm eine Erklärung. Daraufhin wird der Politiker abgeführt und rechnet nach Darstellung der Serie damit, dass sein Todesurteil gesprochen sein könnte. Álvaro Morte, international vor allem als Professor aus «Haus des Geldes» bekannt, übernimmt die Rolle des spanischen Ministerpräsidenten. Die weiteren zentralen Figuren werden von Eduard Fernández als Santiago Carrillo und Manolo Solo als Gutiérrez Mellado verkörpert. Miki Esparbé spielt König Juan Carlos I., während David Lorente als Antonio Tejero zu sehen ist. Grundlage der vierteiligen Miniserie ist Javier Cercas' Buch «Anatomía de un instante».
Regie führte Alberto Rodríguez, der gemeinsam mit Rafael Cobos López und Fran Araújo auch am Drehbuch arbeitete. Rodríguez inszenierte zuvor unter anderem «La isla mínima – Mörderland». Die spanisch-französische Produktion aus dem Jahr 2025 will den historischen Putschversuch dabei auch als Erinnerung daran verstanden wissen, wie schnell eine noch junge Demokratie unter Druck geraten kann.







«auslandsjournal» sucht in Italien nach dem verbliebenen Dolce Vita

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