Dolly Parton ist tot. Die amerikanische Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin starb am Dienstag, 25. August 2026, im Alter von 80 Jahren in Nashville. Ihre Karriere erstreckte sich über sieben Jahrzehnte und machte sie zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten der amerikanischen Unterhaltungsindustrie. Neben ihrer gewaltigen musikalischen Laufbahn baute sich Parton allerdings auch eine bemerkenswerte Karriere vor der Kamera auf.Tatsächlich begann ihre Verbindung zum Fernsehen lange vor ihrer Karriere als Filmschauspielerin. Bereits als Kind trat Parton in lokalen Radio- und Fernsehsendungen in Tennessee auf. Zum festen Fernsehgesicht wurde sie schließlich durch «The Porter Wagoner Show», in der sie ab 1967 regelmäßig neben Porter Wagoner zu sehen war. Später versuchte sie sich selbst als Gastgeberin: «Dolly!» lief 1976 und 1977 und erzielte zwar gute Einschaltquoten, Parton ließ sich aber nach einer Staffel aus ihrem Vertrag entlassen, weil die Produktion ihre Stimme zu stark beanspruchte. Ein zweiter Anlauf mit der ebenfalls «Dolly» genannten ABC-Varietéshow folgte 1987, blieb allerdings ebenfalls auf eine Staffel beschränkt. Für einen Auftritt in einem Fernsehspecial von Cher erhielt Parton 1979 zudem eine Emmy-Nominierung.
Den großen Sprung auf die Kinoleinwand schaffte sie 1980 – und gleich ihr erster Film wurde zu einem ihrer bekanntesten. In der Komödie «9 to 5» spielte Parton an der Seite von Jane Fonda und Lily Tomlin die Sekretärin Doralee Rhodes. Die Geschichte dreier Frauen, die sich gegen ihren sexistischen Chef zur Wehr setzen, entwickelte sich zum großen Publikumserfolg und spielte weltweit mehr als 100 Millionen Dollar ein. Parton wurde für ihre Darstellung sowohl als beste Komödiendarstellerin als auch als beste Nachwuchsdarstellerin für einen Golden Globe nominiert.
Nur zwei Jahre später folgte «The Best Little Whorehouse in Texas». In der Musicalkomödie spielte sie neben Burt Reynolds die Bordellbesitzerin Mona Stangley. Auch diese Rolle brachte ihr eine Golden-Globe-Nominierung als beste Hauptdarstellerin ein. Es folgten «Rhinestone» mit Sylvester Stallone im Jahr 1984 und 1989 das prominent besetzte Drama «Steel Magnolias». Darin gehörte Parton neben Sally Field, Shirley MacLaine, Daryl Hannah, Olympia Dukakis und Julia Roberts zum Ensemble. Der Film entwickelte sich ebenfalls zu einem großen Erfolg und spielte allein in den USA mehr als 95 Millionen Dollar ein.
Parton blieb dabei stets eng mit dem Fernsehen verbunden. 1986 spielte sie im Fernsehfilm «A Smoky Mountain Christmas», später folgten «Wild Texas Wind» (1991), «Unlikely Angel» (1996) und «Blue Valley Songbird» (1999). In «Unlikely Angel» verkörperte sie eine Frau, die nach einem tödlichen Autounfall als Engel auf die Erde zurückgeschickt wird. In «Blue Valley Songbird» stand wiederum die Geschichte einer Sängerin im Mittelpunkt – eine Rolle, die Partons öffentliches Image und ihre musikalische Karriere bewusst aufgriff.
1992 bekam Parton mit «Straight Talk» noch einmal eine Kinohauptrolle. An der Seite von James Woods spielte sie Shirlee Kenyon, die durch eine Verwechslung zur Radiomoderatorin und Lebensberaterin wird. Der Film konnte kommerziell nicht an ihre früheren Kinoerfolge anknüpfen. Dennoch blieb Parton auch danach regelmäßig als Schauspielerin und Gaststar präsent. 1993 hatte sie beispielsweise einen Cameo-Auftritt in «The Beverly Hillbillies», außerdem lieh sie Figuren in Animationsproduktionen ihre Stimme.
Gerade das Fernsehen machte Parton später auch für jüngere Generationen immer wieder neu sichtbar. Neben zahlreichen Auftritten als sie selbst gehörten Musikshows und Specials weiterhin zu ihrer Karriere. Auch hinter der Kamera engagierte sie sich zunehmend: Sie betrieb zeitweise Southern Light Productions und gründete später Dixie Pixie Productions, über die unter anderem Fernsehfilmprojekte gemeinsam mit NBC entwickelt wurden.
2011 sprach sie im Animationsfilm «Gnomeo & Juliet» die Figur Dolly Gnome, ein Jahr später kehrte sie mit «Joyful Noise» auch selbst auf die Kinoleinwand zurück. In der Musikkomödie stand sie gemeinsam mit Queen Latifah vor der Kamera. Damit umspannte allein ihre Filmografie mehr als drei Jahrzehnte – von «9 to 5» über «The Best Little Whorehouse in Texas», «Rhinestone», «Steel Magnolias» und «Straight Talk» bis zu «Joyful Noise».





«Everytime» soll für Deutschland ins Oscar-Rennen gehen
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