Wirtschaft

Hearst übernimmt A+E Global Media

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Nach mehr als einem Jahrzehnt endet das Gemeinschaftsunternehmen: Hearst kauft Disneys Hälfte an A+E Global Media für 1,2 Milliarden US-Dollar.

Hearst übernimmt den bislang von Disney gehaltenen 50-Prozent-Anteil an A+E Global Media. Für die Beteiligung zahlt das Medienunternehmen 1,2 Milliarden US-Dollar in bar. Der Abschluss der Transaktion wird für September erwartet. An der Spitze des Unternehmens bleibt Paul Buccieri als President und Chairman.

Mit der Übernahme sichert sich Hearst die vollständige Kontrolle über den Konzern, der unter anderem die Fernsehsender A&E, History Channel, Lifetime, Lifetime Movie Network, FYI und Vice TV betreibt. Zum Portfolio gehören außerdem A+E Studios, A+E Factual Studio, A&E IndieFilms, verschiedene FAST-Kanäle sowie Streamingangebote wie History Vault, Lifetime Movie Club und Crime 360.

Die beiden Konzerne hatten A+E Global Media bereits im Juli 2025 zum Verkauf gestellt. Neben Hearst sollen sich auch andere Interessenten, darunter Starz, mit einer möglichen Übernahme beschäftigt haben. „In einem von Fragmentierung geprägten Medienumfeld liegt die Stärke von A+E Global Media in der Kraft und Vielseitigkeit unserer Marken, unseren starken Partnerschaften und unserem umfangreichen Bestand an eigenen Inhalten“, sagte Paul Buccieri, Präsident und Vorstandsvorsitzender von A+E Global Media. „Da wir unser Storytelling weltweit auf allen Plattformen weiter ausbauen und dabei auf Inhalte setzen, die auf jedem Bildschirm und in jedem Format zu sehen sind, sind wir unserer Überzeugung nach bestens gerüstet für alle Chancen, die sich in Zukunft ergeben mögen. Außerdem möchte ich Hearst, The Walt Disney Company sowie unseren derzeitigen und ehemaligen Vorstandsmitgliedern meinen tiefsten Dank für ihre Beratung und Unterstützung im Laufe der Jahre aussprechen.“

A+E Global Media steht wie viele klassische TV-Unternehmen unter dem Druck sinkender Pay-TV-Erlöse. Unter der Führung von Paul Buccieri wurde das Geschäft deshalb in den vergangenen Jahren breiter aufgestellt. Neben dem Ausbau von A+E Studios, das unter anderem die Netflix-Serie «The Lincoln Lawyer» produziert, investierte das Unternehmen verstärkt in Streamingdienste, FAST-Kanäle und digitale Marken.

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