Mit einer neuen Ausgabe von «Y-History» widmet sich Das Erste am 17. August um 23.35 Uhr dem deutschen Adel. Unter dem Titel „Lang lebe der Adel?!“ geht Reporterin Carolin von der Groeben der Frage nach, warum Adelsfamilien auch mehr als ein Jahrhundert nach der Abschaffung ihrer Privilegien noch immer eine besondere Faszination ausüben.Ausgangspunkt der Dokumentation ist die Tatsache, dass Adelstitel mit der Weimarer Verfassung von 1919 abgeschafft wurden und seither lediglich Bestandteil des Nachnamens sind. Dennoch existieren bis heute Schlösser, exklusive Netzwerke und gesellschaftliche Strukturen, die eng mit adeligen Familien verbunden werden. Die Reportage verbindet historische Filmaufnahmen mit aktuellen Begegnungen und spannt so einen Bogen vom Kaiserreich bis in die Gegenwart.
Carolin von der Groeben, die selbst einen Adelstitel im Namen trägt, besucht unter anderem den 21-jährigen Caspar Freiherr von Gumppenberg, dessen Alltag auf einem Schloss mit vielen Klischees aufräumt. Historiker Leonhard Horowski erläutert, weshalb der Einfluss des Adels über Jahrhunderte weniger auf Gesetzen als auf Herkunft, Beziehungen und gesellschaftlichen Codes beruhte. Außerdem spricht die Reporterin mit Knigge-Akademie-Leiter Clemens Graf von Hoyos über Etikette und gesellschaftliche Zugehörigkeit sowie mit Maximilian Michael Prinz von Anhalt, der sich als Erwachsener adoptieren ließ und erklärt, weshalb ein Adelstitel auch im 21. Jahrhundert noch Aufmerksamkeit erzeugt. Die Dokumentation beleuchtet damit die Rolle von Familiengeschichte, sozialem Status und kulturellem Erbe und fragt, weshalb der Adel trotz seiner offiziellen Abschaffung bis heute nichts von seiner Anziehungskraft verloren hat. Die Ausgabe von «Y-History» ist nach der Ausstrahlung bis zum 17. August 2028 in der ARD Mediathek verfügbar.







Primetime-Check: Samstag, 25. Juli 2026

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