Nicht der Held, sondern eine der faszinierendsten Gegenspielerinnen des Originals rückt in den Mittelpunkt der nächsten «Parasyte»-Adaption. Netflix hat «Parasyte: TAMIYA» angekündigt, eine neue Live-Action-Serie, die 2027 weltweit erscheinen soll. Die Hauptrolle übernimmt Shioli Kutsuna, die bereits in internationalen Produktionen wie «Deadpool 2» und «Sanctuary» zu sehen war.Die Serie erzählt die Geschichte von Ryoko Tamiya, einem Parasiten, der den Körper einer Lehrerin übernimmt. Anders als viele ihrer Artgenossen beginnt Tamiya jedoch zunehmend, das Verhalten der Menschen zu hinterfragen und nach einem Weg zu suchen, wie beide Spezies miteinander koexistieren könnten. Aus ihrer Perspektive behandelt die Serie Themen wie Identität, Überleben und die Frage, was Menschlichkeit eigentlich ausmacht. Die Handlung basiert auf der berühmten Manga-Reihe «Parasyte» von Hitoshi Iwaaki, entwickelt jedoch eine eigenständige Geschichte.
Hinter dem Projekt steht erneut Yeon Sang-ho, der bereits «Parasyte: The Grey» für Netflix entwickelte. Gemeinsam mit Ryu Yong-jae schrieb er das Drehbuch. Regie führen Kensaku Kakimoto («Glass Heart») und Kazuhiro Nakagawa («Bullet Train Explosion»). Produziert wird die Serie von WOWPOINT, das bereits an «Parasyte: The Grey» beteiligt war.
Yeon Sang-ho bezeichnete Ryoko Tamiya als eine der spannendsten Figuren des Mangas, deren innere Konflikte die Geschichte weit über ein klassisches Science-Fiction-Abenteuer hinausheben würden. Shioli Kutsuna spiele dabei gleich drei Facetten der Figur – die ursprüngliche Lehrerin, den emotionslosen Parasiten und schließlich ein Wesen, das beginnt, seine eigene Existenz und das Verhältnis zur Menschheit zu hinterfragen. Die Schauspielerin selbst sprach von der anspruchsvollsten Rolle ihrer bisherigen Karriere.
Der Manga «Parasyte» erschien zwischen 1988 und 1995, wurde weltweit rund 25 Millionen Mal verkauft und mehrfach adaptiert. Zuletzt veröffentlichte Netflix 2024 mit «Parasyte: The Grey» eine koreanische Neuinterpretation von Yeon Sang-ho, die sich vier Wochen in den weltweiten Top 10 der nicht-englischsprachigen Serien hielt und in 34 Ländern Platz eins erreichte.







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