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MDR streckt verbliebene «Polizeiruf»-Fälle bis 2029

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Bei den verbliebenen Fällen handelt es sich um bereits geplante Produktionen, die vom dreijährigen Produktionsstopp ab 2027 betroffen sind.

Der MDR-Rundfunkrat hat der Produktion von zwei neuen «Polizeiruf 110»-Filmen aus Magdeburg zugestimmt, die noch im Jahr 2026 gedreht werden sollen. Die Dreharbeiten für den «Polizeiruf 110: ,Die Wütende» (Arbeitstitel) sind im September geplant (Ausstrahlung 2028). Die Dreharbeiten für den «Polizeiruf 110: ‚Hilferuf» (Arbeitstitel) sollen im November 2026 stattfinden (Ausstrahlung 2029). Damit werden die Ausstrahlungen gestreckt, weil ja bekanntlich die Zwangspause ansteht. Bei den beiden noch verbliebenen Fällen handelt es sich um bereits geplante Produktionen, die vom angekündigten dreijährigen Produktionsstopp ab 2027 nicht betroffen sind.

Kai Ostermann, Vorsitzender des MDR‑Rundfunkrates: «Der ‚Polizeiruf 110» aus Magdeburg gehört seit vielen Jahren zu den prägenden fiktionalen Angeboten des MDR. Die hohe Akzeptanz beim Publikum, die regionale Verankerung sowie die gesellschaftlich relevanten Themen machen seine besondere Bedeutung innerhalb des Programmportfolios deutlich. Die heutige Entscheidung steht zugleich in einem größeren Zusammenhang. Der Rundfunkrat wird sich in den kommenden Monaten intensiv mit der Frage befassen, welche Rolle fiktionale Angebote künftig im Gesamtportfolio des MDR spielen und wie sich programmstrategische Veränderungen auf unterschiedliche Zielgruppen und die Auftragserfüllung auswirken."

Ralf Ludwig, MDR‑Intendant: "Ich bedanke mich beim Rundfunkrat für die fortwährende Zustimmung zum «Polizeiruf 110» aus Magdeburg [...] Die beiden «Polizeirufe» werden auch dieses Mal von im MDR-Sendegebiet ansässigen Produktionsfirmen hergestellt. Das zahlt auf das Ziel des MDR ein, die regionale Produktions- und Kreativwirtschaft kontinuierlich und konsequent zu fördern. Umso mehr bedaure ich es, dass der «Polizeiruf 110» ab 2027 für drei Jahre pausieren muss, weil es die Einsparnotwendigkeiten erfordern."

Nochmal genauer zu diesem Produktionshintergrund: Der «Polizeiruf 110: 'Die Wütende» wird von der Produktionsfirma "42film" mit Sitz in Halle (Saale) im Auftrag des MDR hergestellt; den «Polizeiruf 110: 'Hilferuf» produziert die Produktionsfirma "UFA MITTE" mit Sitz in Leipzig – ebenfalls im Auftrag des MDR.

Zum Inhalt des neuen «Polizeirufs: 'Die Wütende» (Arbeitstitel): Bei einem Feuer in einer Magdeburger Wohnung ist eine Frau verbrannt. Das Opfer Nicole "Nicky" Schlesinger war nicht nur in ihrem Viertel bekannt; als Frau mit Alkohol- und Drogenproblemen geriet sie des Öfteren auch ins Visier der Polizei. Nichts deutet zunächst auf Fremdverschulden hin. Doch Kriminalhauptkommissarin Brasch ist skeptisch und erklärt die Wohnung zum Tatort. Die Obduktion gibt ihr Recht: Nicky ist mit großer Wahrscheinlichkeit schon vor dem Ausbruch des Feuers tot gewesen. Von einer Sozialarbeiterin erfährt Brasch, dass Nicky wenige Wochen zuvor zwei Polizeibeamte der Vergewaltigung bezichtig haben soll. Handelt es sich bei dem Wohnungsbrand um einen Vertuschungsmord?

Zum Inhalt des neuen «Polizeirufs: 'Hilferuf» (Arbeitstitel): Auf dem Polizeirevier begegnet Kriminalhauptkommissarin Brasch Tanja – eine Frau, die Anzeige gegen ihren Mann wegen häuslicher Gewalt erstatten will. Sie wirkt verängstigt, ihr Mann Heiko ist im Besitz mehrerer Waffen. Bereits in der Vergangenheit hatte sie Anzeige gegen ihn erstattet, diese dann aber wieder zurückgezogen. Eine Gefährderansprache soll Heiko von Tanja fernhalten. Doch die Kollegen tauchen nie bei Heiko auf. Stattdessen kommt es zu einem erneuten Gewaltausbruch gegenüber Tanja. Zeugen gibt es nicht...

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