Ein US-Gericht urteilt, dass die Produktionsfirma Emily Deschanel, David Boreanaz und den ausführenden Produzenten Barry Josephson mit unlauteren Geschäftsmethoden um enormen Profit betrogen hat.
Der Rechtsstreit zwischen drei tragenden Köpfen der 2017 beendeten Krimiserie «Bones – Die Knochenjägerin» und der Produktionsfirma 20th Century Fox Television ist schon für sich genommen aufsehenerregend genug. Die Implikationen für die Ära der Video-on-Demand-Auswertung von Fernsehserien sind jedoch noch viel schwerer und weitreichender. Aber der Reihe nach: In den USA hat ein langer Rechtsstreit zwischen den «Bones»-Haupdarstellern Emily Deschanel und David Boreanaz sowie dem ausführenden Produzenten Barry Josephson einerseits und der Produktionsfirma 20th Century Fox Television andererseits sein (vorläufiges) Ende gefunden.
Wodurch dieser Rechtsstreit an Brisanz gewinnt: Das bald vom Disney-Konzern geschluckte 20th Century Fox hält Anteile an Hulu und hat, wie 'The Hollywood Reporter' Lichtmans Urteilsbegründung zusammenfasst, dies ausgenutzt, um quasi sich selbst die «Bones»-Streamingrechte zu verkaufen – zu einem Preis weit unter dem geschätzten Marktwert der Serie. Fox spekulierte auf hohe Werbeeinnahmen via Hulu, wenn «Bones» kurz nach der linearen TV-Premiere beim VOD-Dienst ausgewertet wird, die die Firma nicht mit den «Bones»-Köpfen teilen muss. Der Verleih hätte dagegen Anteile des Lizenzverkaufs abgeben müssen, hätte Fox dasselbe Lizenzpaket beispielsweise an Netflix verkauft. 

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