Der Regisseur und Autor sieht in Amazons Entscheidung, seinen nächsten Film nicht zu veröffentlichen, einen Vertragsbruch.
2014 holten sich die Amazon Studios den Filmemacher Woody Allen ins Boot: Mit «Crisis in Six Scenes» sollte er seine erste Serie verantworten. Obwohl diese zwiegespalten aufgenommen wurden, folgten daraufhin weitere Geschäftsabmachungen zwischen Allen und Amazon. Letztlich wurde die Zusammenarbeit an vier Kinofilmen abgemacht, wofür Allens Produktionsfirma Gravier Productions zwischen 68 und 73 Millionen Dollar erhalten sollte. Nachdem Allens Dramödie «Café Society» und das nostalgische Romantikdrama «Wonder Wheel» in die Kinos gelangt sind, und somit die Hälfte der filmischen Zusammenarbeit zwischen Allen und Amazon bewältigt wurde, änderte sich jedoch das filmische und gesellschaftliche Klima.
Allen klagt nun gegen Amazons Handeln. Im Klageschreiben gegen Amazon erklären Allens rechtliche Vertreter, dass Amazon kein Anrecht darauf hätte "25 Jahre alte, unfundierte Anschuldigungen" als "Ausrede zu nutzen" um die Zusammenarbeit abzubrechen. Amazon hätte von den Vorwürfen gegen Allen gewusst, ehe man mehrere Verträge mit ihm einging, und könne deren erneute öffentliche Debatte nicht als Grund heranziehen, "seine Versprechen zu negieren".

• Amazon • Crisis in Six Scenes • Café Society • Wonder Wheel • A Rainy Day in New York
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