Eine Mutter nimmt es ganz allein gegen eine Bande gewalttätiger Verbrecher auf, um ihre Kinder zu retten – die Prämisse von «Breaking In» hat Potenzial, die Umsetzung dagegen gerät nicht bloß generisch, sondern stellenweise ziemlich dumm.
Nach dem Tod ihres Vaters macht sich Shaun (Gabrielle Union) mit ihrem beiden Kindern Jasmine (Ajiona Alexus) und Glover (Seth Carr) auf zu dessen ehemaligem Landsitz, um sein mit zahlreichen Sicherheitssystemen zu einer Festung hochgerüstetes Haus zu verkaufen. Dort allerdings ist bereits eine Gruppe von Einbrechern auf der Suche nach dem Safe, in dem sie Unmengen an Geld vermutet. Die Männer gehen nicht davon aus, dass das Haus bewohnt ist. Erst einmal eingebrochen, nehmen sie Shauns Kinder im Haus als Geiseln und sperren die Mutter aus. Doch keine Falle, kein Trick und vor allem kein Mann können es mit einer Mutter aufnehmen, die fest entschlossen ist, ihre Kinder zu retten und so macht sich Shaun an eine Rettungsmission der etwas anderen Art, um Jasmine und Glover zu befreien…
Auch wenn die Ganovengang alles andere als kreativ zusammengestellt ist, wird es spannender, wenn diese erst einmal das Haus betritt. Drehbuchautor Ryan Engle («The Commuter») greift auf gängige Figurentypen zurück und zeichnet seine Schurken als Mischung aus gewalttätigem Choleriker (Richard Cabral) leicht beeinflussbarem Außenseiter (Levi Meaden), Safeknacker ohne jedwede Form der Charakterzeichnung (Mark Furze) und als Anführer, der Gut und Böse in sich vereint und immer das zum Vorschein kommen lässt, was er gerade braucht, um sich Respekt zu verschaffen (Billy Burke hat hier klar am meisten zu tun). Diese austauschbare Konstellation ist weitestgehend ausgelutscht und führt dazu, dass man in der Regel weiß, was in den nächsten fünf Minuten auf der Leinwand passieren wird, doch eine Sache muss man ihr Lassen: Sie erfüllt ihren Zweck. Wann immer die Gefahr gebannt scheint, taucht plötzlich doch wieder einer der Gauner auf, um Shaun und ihre Kinder festzuhalten; die Gefahr, die von den Einbrechern ausgeht, ist daher durchgehend real.
Leider schützt das «Breaking In» nicht dafür, in den letzten fünfzehn Minuten trotzdem in unfreiwillig komische Gefilde abzudriften. Hier reizen die Macher die Klischees der Figurentypen nämlich nicht nur bis ins Unerträgliche aus, sondern lassen die Hauptfiguren auch noch Dinge tun, die absolut sinnfrei sind – oder weshalb wirft man ein gerade eben erst in seine Gewalt gebrachtes Messer sofort wieder weg, sobald man zugestochen hat? Gabrielle Union («Sleepless – Eine tödliche Nacht») kann neben diesem Quartett trotzdem weitestgehend überzeugen und ist dafür verantwortlich, dass man immerhin im Mittelteil gebannt zusieht, wie sie die Einbrecher an der Nase herumführt. Zumindest in der ersten Hälfte trifft sie kluge Entscheidungen und entwickelt sich für die Einbrecher zu einer Gegnerin auf Augenhöhe, was nicht zuletzt Erinnerungen an «You’re Next» wachruft, der ebenfalls damit spielte, dass die vermeintlich hilflosen Opfer gar nicht so hilflos sind. Die Figur der voller Hingabe für ihre Kinder kämpfende Mutter steht Union ebenfalls sehr gut zu Gesicht 

• About Last Night • Barber Shop • Breaking In • Dieses bescheuerte Herz • Get Out • Girls Trip • Happy Deathday • Keine gute Tat • Ninja Assassin • Raven • Sleepless – Eine tödliche Nacht • The Commuter • V wie Vendetta • You’re Next
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14.08.2018 10:22 Uhr 1