Die ARD Mediathek erweitert im Dezember 2026 ihr Angebot an Reportagen und Dokumentationen. Gestartet wird am 1. Dezember die 30-minütige BR-Dokumentation «Peptide, Kreatin & Co. – Der Supplement-Hype» aus der Reihe «ARD Wissen». Medizinstudent und funk-Host Dale Kientopf untersucht darin einen Markt, der vor allem durch soziale Medien an Bedeutung gewonnen hat. Influencer versprechen mit Nahrungsergänzungsmitteln mehr Leistungsfähigkeit, Muskelaufbau und Gesundheit. Kientopf überprüft wissenschaftliche Studien, spricht mit Forschenden und lässt verschiedene Produkte im Labor analysieren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf sogenannten Forschungspeptiden, die im Internet angeboten werden, obwohl sie nicht für die Anwendung beim Menschen zugelassen sind. Die Dokumentation fragt auch, weshalb der gesellschaftliche Druck zur ständigen körperlichen Selbstoptimierung immer weiter zunimmt.Am 7. Dezember beschäftigt sich das «Y-Kollektiv» mit einer ungewöhnlichen Sammelleidenschaft vermögender Menschen. Die Reportage „Auf der Spur des Dino-Hypes“ untersucht den internationalen Handel mit Dinosaurierfossilien. Im Juli 2026 soll ein Tyrannosaurus rex bei einer Versteigerung mehr als 50 Millionen Euro erzielt haben. Die Reporter gehen der Frage nach, weshalb Millionäre und Milliardäre enorme Summen für prähistorische Knochen bezahlen und welche Folgen diese Entwicklung für die wissenschaftliche Forschung hat. Die Produktion von Radio Bremen und BR bleibt zwei Jahre in der ARD Mediathek verfügbar.
Mit den Schattenseiten der Schönheitsindustrie beschäftigt sich ab dem 9. Dezember die investigative SWR-Reportage «team.recherche» „Gefährlich schön – Das System hinter dem Boom der Beauty-OPs“. Im Mittelpunkt steht der Einfluss sozialer Medien auf Schönheitsideale und die wachsende Bereitschaft insbesondere jüngerer Menschen, ihr Aussehen durch operative Eingriffe verändern zu lassen. Die halbstündige Dokumentation untersucht, welche wirtschaftlichen Interessen hinter dem Milliardenmarkt stehen, wie mit Unsicherheiten potenzieller Kunden Geld verdient wird und wer die Verantwortung trägt, wenn Schönheitsoperationen langfristige gesundheitliche Folgen haben.
Am 12. Dezember folgt die WDR-Reportage «Bundesvibe» „Gesundheit wird teurer! Wie sicher ist unsere medizinische Versorgung?“. Anlass sind die angekündigten Veränderungen im Gesundheitssystem zum 1. Januar 2027. Die Produktion beleuchtet steigende finanzielle Belastungen für Versicherte, den Personalmangel und die schwierige medizinische Versorgung insbesondere in ländlichen Regionen. Eine der Protagonistinnen ist Lina aus Geseke, die mit einer chronischen Erkrankung lebt und auf bestimmte medizinische Hilfsmittel angewiesen ist. An ihrem Beispiel zeigt die Reportage, welche Auswirkungen Entscheidungen der Krankenkassen auf den Alltag Betroffener haben können. Die 30-minütige Folge bleibt zwei Jahre abrufbar.
Einen anderen Schwerpunkt setzt die hr-Dokumentation «Money Maker» mit „Hamid Mossadegh – Zwischen Hypercars und Crash“, die am 15. Dezember veröffentlicht wird. Der Film erzählt die Geschichte des aus dem Iran geflüchteten Unternehmers, der sich vom VW-Käfer-Händler zu einem bekannten Verkäufer exklusiver Sportwagen und Fernsehmoderator entwickelte. Heute erreicht Mossadegh mit seinen Social-Media-Auftritten ein Millionenpublikum. Doch der Erfolg mit Ferrari, Lamborghini und anderen Luxusmarken brachte auch Konflikte mit sich. Die Dokumentation beschäftigt sich unter anderem mit einem gescheiterten Autohausprojekt in Hamburg und einem Rechtsstreit mit dem ehemaligen Fußballprofi Nigel de Jong. Außerdem begleitet sie Mossadegh zu einer Autorallye in Dubai. Das Erste zeigt den halbstündigen Film am 16. Dezember um 0.05 Uhr.
Zum Abschluss des Monats widmet sich der Bayerische Rundfunk einem der bekanntesten historischen Rätsel Deutschlands. «Cold Case Kaspar Hauser» ist ab dem 21. Dezember in der ARD Mediathek verfügbar. Die 60-minütige Dokumentation untersucht die Geschichte des jungen Mannes, der 1828 in Nürnberg auftauchte und dessen Herkunft bis heute Gegenstand zahlreicher Spekulationen ist. War Kaspar Hauser tatsächlich ein verschwundener badischer Erbprinz, ein Betrüger oder das Opfer eines Verbrechens? Der Film verbindet historische Quellen mit psychologischen und rechtsmedizinischen Untersuchungen sowie modernen DNA-Analysen. Mithilfe KI-generierter Spielszenen werden zudem historische Personen und Ereignisse für die Dokumentation rekonstruiert.







ARD Mediathek startet im Dezember sechs neue Doku-Staffeln
Weihnachtsfilme landen schon vor den Feiertagen in der Mediathek

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