Emma Corrin und Jack Lowden übernehmen die Hauptrollen in der neuen Jane-Austen-Adaption. Jetzt wurde der offizielle Trailer veröffentlicht.

Mehr als 200 Jahre nach der Veröffentlichung von Jane Austens berühmtem Roman bekommt die Liebesgeschichte zwischen Elizabeth Bennet und Mr. Darcy eine weitere Neuinterpretation. Netflix hat den offiziellen Trailer zu
«Stolz und Vorurteil» veröffentlicht. Die von Dolly Alderton geschriebene Adaption startet am Donnerstag, 3. Dezember 2026, beim Streamingdienst. Regie führte Euros Lyn, während Emma Corrin die Rolle der Elizabeth Bennet übernimmt. Ihr gegenüber steht Jack Lowden als zurückhaltender und zunächst wenig zugänglicher Mr. Darcy. Die Verantwortlichen versprechen eine werkgetreue Umsetzung des Literaturklassikers.
Im Mittelpunkt stehen erneut die fünf Bennet-Schwestern, deren Zukunft im England des frühen 19. Jahrhunderts stark von gesellschaftlichen Erwartungen und Heiratsaussichten geprägt ist. Elizabeth, genannt Lizzy, hinterfragt die Vorstellungen ihrer Umgebung und begegnet dem wohlhabenden Mr. Darcy zunächst mit Vorurteilen. Der veröffentlichte Trailer beginnt mit einer Unterhaltung zwischen Lizzy und ihrer Schwester Jane, die von Freya Mavor gespielt wird. Auf dem Dach des Familiensitzes Longbourn diskutieren die beiden über die Suche nach Liebe und die Erwartungen, die an junge Frauen gestellt werden. Währenddessen versucht ihre Mutter, gespielt von Olivia Colman, die Zukunft ihrer Töchter durch möglichst vorteilhafte Ehen abzusichern.
Drehbuchautorin Dolly Alderton sieht in der Geschichte zahlreiche Themen, die auch für ein heutiges Publikum relevant sind. „Stolz und Vorurteil ist eine so zeitlose Geschichte, weil die darin beschriebenen Gefühle auch heute noch genauso relevant sind wie im Jahr 1812. Die Scham über die eigene Familie, die Angst, den Anschluss zu verlieren, die Sorge, dass die Welt für die eigenen Kinder kein so sicherer Ort sein wird, wie sie es für einen selbst war, die Bestürzung darüber, jemanden falsch eingeschätzt zu haben oder selbst falsch beurteilt worden zu sein – all das kennen wir auch heute. Wir wenden uns diesem Buch zu, weil wir darin unser eigenes Herz gespiegelt sehen“, erklärt die Autorin.
Auch die Eröffnungsszene des Trailers wurde bewusst gewählt. „Für mich stand von Anfang an fest, dass dieser Satz den Trailer eröffnen sollte. Zum einen, weil ich glaube, dass sich Frauen heute sehr gut damit identifizieren können: Sie suchen den richtigen Partner, sehnen sich nach Liebe und sind zugleich frustriert darüber, wie viel Zeit und gedanklichen Raum die Partnersuche einnimmt. Zum anderen bringt der Satz zum Ausdruck, dass Lizzy eine Figur ist, die ihren Weg erst im Laufe der Dinge findet und dabei nach und nach Klarheit gewinnt“, erläutert Alderton.
Eine weitere Entscheidung betrifft den berühmten ersten Satz des Romans, der mit den Worten „Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit“ beginnt. In der Netflix-Adaption wird dieser von Mrs. Bennet gesprochen. Alderton begründet die Entscheidung folgendermaßen: „Weil sie im Zentrum ihrer Geschichte stehen. Es ist das Einzige, woran sie denkt – eine Fixierung. Sobald ein unverheirateter Mann in ihre Nähe kommt, denkt sie, dass er die Sicherheit für all ihre Töchter bedeuten könnte, vielleicht sogar die Rettung für sie alle und nicht nur für eine von ihnen. Da dieser Gedanke sie unentwegt beschäftigt, war für mich klar, dass diese Zeile ihr gehören muss. Es war nur natürlich, sie von ihr sprechen zu lassen, da es alles ist, woran sie denkt.“
Neben Corrin, Lowden, Colman und Mavor gehören Rufus Sewell, Daryl McCormack, Jamie Demetriou, Louis Partridge, Rhea Norwood, Hopey Parish und Hollie Avery zur Besetzung. Die Produktion verantwortet Lisa Osborne. Als Executive Producer fungieren Laura Lankester, Will Johnston und Louise Mutter für Lookout Point sowie Dolly Alderton, Euros Lyn und Emma Corrin.
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