Als Pavel Chekov wurde er in der Science-Fiction-Serie weltberühmt. Später übernahm er eine wichtige Rolle in «Babylon 5».

Der amerikanische Schauspieler Walter Koenig ist tot. Wie das Branchenmagazin „Variety“ berichtet, starb er am Sonntag, den 25. Oktober 2026, im Alter von 90 Jahren in Los Angeles. Koenig wurde vor allem durch seine Rolle als Pavel Chekov in der ursprünglichen «Star Trek»-Serie bekannt. Der Schauspieler gehörte zu den prägenden Gesichtern des Science-Fiction-Franchise und verkörperte den russischen Navigationsoffizier auch in sieben Kinofilmen. Seine Figur wurde während der zweiten Staffel eingeführt, um insbesondere jüngere Zuschauer anzusprechen. Mit seiner Frisur, die an Davy Jones von der Popgruppe The Monkees erinnerte, sollte Chekov zusätzliche Aufmerksamkeit bei einem jugendlichen Publikum gewinnen.
Nach dem Ende der ursprünglichen Fernsehserie im Jahr 1969 blieb Koenig dem «Star Trek»-Universum über Jahrzehnte verbunden. Eine besonders wichtige Rolle spielte Chekov im Kinofilm «Star Trek II: Der Zorn des Khan» aus dem Jahr 1982, in dem seine Begegnung mit dem titelgebenden Gegenspieler die Handlung entscheidend vorantreibt. Auch an der Zeichentrickserie «Star Trek: The Animated Series» war Koenig beteiligt, allerdings nicht als Sprecher seiner bekannten Figur. Stattdessen verfasste er die Episode „The Infinite Vulcan“. Noch 2015 kehrte er im Fernsehfilm «Star Trek: Renegades» als inzwischen zum Admiral beförderter Chekov zurück.
Eine weitere bekannte Rolle übernahm Koenig in der Science-Fiction-Serie «Babylon 5». Zwischen 1994 und 1998 spielte er in zwölf Episoden den skrupellosen Psi-Cop Alfred Bester, der zu den markantesten Gegenspielern der Serie gehörte. Darüber hinaus trat er in zahlreichen Fernsehproduktionen auf, darunter «Columbo», «Diagnose: Mord» und «Futurama». In der Animationsserie sprach er sich selbst in einer Episode, die mehrere Darsteller der ursprünglichen «Star Trek»-Besetzung zusammenführte. Neben seiner Arbeit vor der Kamera war Koenig auch als Theaterdarsteller, Regisseur und Autor tätig. Er veröffentlichte unter anderem die autobiografischen Bücher «Chekov’s Enterprise» und «Warped Factors».
Walter Marvin Koenig wurde am 14. September 1936 in Chicago geboren und wuchs in einer Familie mit russisch-jüdischen Wurzeln auf. Nach einem Psychologiestudium an der University of California in Los Angeles ließ er sich am Neighborhood Playhouse in New York zum Schauspieler ausbilden. Zu seinen damaligen Mitschülern gehörten Christopher Lloyd, James Caan und Dabney Coleman. Seinen ersten Fernsehauftritt hatte er 1962 in der Serie «Combat!». Im September 2012 wurde Koenig mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame geehrt. Privat verband ihn eine langjährige Freundschaft mit seinem «Star Trek»-Kollegen George Takei, bei dessen Hochzeit er 2008 als Trauzeuge fungierte. Koenig hinterlässt seine Tochter Danielle Koenig. Sein Sohn Andrew war bereits 2010 gestorben.