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3sat erinnert an das Konzert, das in 50 Stunden entstehen musste

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Eine zweiteilige Dokumentation rekonstruiert, wie wenige Tage nach dem Mauerfall Stars aus Ost und West gemeinsam in der Berliner Deutschlandhalle auftraten.

Nur drei Tage nach dem Fall der Berliner Mauer fand am 12. November 1989 ein außergewöhnliches Konzert statt. 3sat erzählt die Geschichte dahinter am Mittwoch, 4. November 2026, in der zweiteiligen Dokumentation «Das legendäre Konzert für Berlin '89 – Freiheit.Stars.Aufbruch». Die beiden Erstausstrahlungen beginnen um 20.15 und 21.00 Uhr und zeichnen nach, wie aus einer spontanen Idee innerhalb von nur 50 Stunden eine Großveranstaltung wurde.

Die erste Folge trägt den Titel „Die Idee“. Drei Radiomacher des Sender Freies Berlin beschließen unmittelbar nach dem Mauerfall, ein Konzert für Zehntausende Menschen auf die Beine zu stellen. BAP und Nina Hagen sagen zu, die Toten Hosen machen sich nach der Nachricht vom Mauerfall aus Paris auf den Weg nach Berlin und auch Udo Lindenberg möchte dabei sein. Auf der Wunschliste der Organisatoren stehen zudem internationale Namen wie Melissa Etheridge, Joe Cocker und Bruce Springsteen.

Während Berlin von den Ereignissen rund um die Maueröffnung geprägt ist, beginnt für die Veranstalter ein Wettlauf gegen die Zeit. Künstler müssen erreicht, Flüge organisiert und Hotelzimmer gebucht werden. Gleichzeitig sollen auch Musiker aus der DDR Teil des Programms werden. Ursprünglich soll das Konzert direkt vor dem Reichstag stattfinden. Doch 29 Stunden vor dem geplanten Beginn sagt die Stadt den Veranstaltungsort aus Sicherheitsgründen ab.

Genau dort setzt um 21.00 Uhr die zweite Folge „Das Konzert“ an. Als Ersatz wird schließlich die Deutschlandhalle gefunden. Deren Chef stellt die Halle kurzfristig zur Verfügung, während die bereits aufgebaute Bühne eines Countryfestivals kurzerhand für das Konzert genutzt wird. Nun muss innerhalb weniger Stunden nicht nur das Publikum von der Veranstaltung erfahren, auch die Anreise der Künstler durch das überfüllte Berlin wird zur Herausforderung.

Am 12. November stehen schließlich Musiker aus Ost und West gemeinsam auf der Bühne. BAP spielt vor Fans aus der DDR, Udo Lindenberg verändert für den Abend seinen «Sonderzug nach Pankow» und die Toten Hosen treten ebenfalls auf. Während der Veranstaltung erreicht die Besucher die Nachricht von der Aufhebung des Schießbefehls an der innerdeutschen Grenze. Insgesamt dauert das Konzert elf Stunden. Zum Finale kommen fast alle beteiligten Künstler noch einmal zusammen und begleiten Joe Cocker bei „With a Little Help from My Friends“.

Kurz-URL: qmde.de/176166
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