Der Streamingdienst Netflix nimmt am Donnerstag, 12. November, die taiwanische Serie «Miracles of the ER» ins Programm. Nach Angaben des Streamingdienstes handelt es sich um das erste taiwanische Arbeitsplatzdrama, das sich vollständig auf die Notaufnahme eines Krankenhauses konzentriert. Die acht Episoden stammen von einem Team, das bereits gemeinsam an «Tears on Fire» arbeitete.
Schauplatz ist das Yang-Da University Hospital. Dort trifft der stellvertretende Leiter der Notfallmedizin Chou Cheng-chun, gespielt von Wallace Huo, eine ungewöhnliche Entscheidung: Er nimmt den Medizinabsolventen Lin Geng-ming in sein Team auf, obwohl dieser während seines Studiums keine herausragenden Leistungen vorweisen konnte. Kent Tsai übernimmt die Rolle des jungen Arztes. Gemeinsam mit den Assistenzärzten Tang Hsi und Chiang Tung-yen muss Lin seinen Platz in einer Abteilung finden, in der oftmals innerhalb weniger Sekunden Entscheidungen getroffen werden müssen. Chan Tzu-hsuan spielt Tang Hsi, während Payne Peng als Chiang Tung-yen zu sehen ist. Cheryl Yang verkörpert mit He Yu-hua eine erfahrene Notfallmedizinerin, die ebenfalls zum Kern des Teams gehört.
Neben den medizinischen Notfällen beschäftigt sich «Miracles of the ER» mit ethischen Entscheidungen und den Machtkämpfen innerhalb des Krankenhauses. He Yu-hua wird beispielsweise durch institutionelle Probleme und Konflikte am Arbeitsplatz belastet, während die drei jüngeren Ärzte mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen und Vorstellungen von ihrem Beruf in die Notaufnahme kommen. Im Verlauf der Serie müssen sie lernen, einander zu vertrauen und gleichzeitig an den Idealen festzuhalten, die sie ursprünglich zur Medizin gebracht haben.
Für die Entwicklung der Serie führten die Verantwortlichen Recherchen und Gespräche mit medizinischem Personal durch. Dabei sollte nicht nur die eigentliche Behandlung von Patienten im Vordergrund stehen. Auch spontane Entscheidungen, die Zusammenarbeit des Personals sowie die Beziehungen zwischen Ärzten, Patienten und deren Angehörigen sollen eine wichtige Rolle spielen.
Regie führt Isaac Li, während Huang Ching-tsu als Regisseur und Autor beteiligt ist. Jade Lee fungiert als Produzentin. Damit arbeitet erneut das Team zusammen, das bereits hinter «Tears on Fire» stand. Neben Wallace Huo, Cheryl Yang, Kent Tsai, Chan Tzu-hsuan und Payne Peng gehören weitere Darsteller zum Ensemble. Wallace Huo erklärte über die Arbeit von medizinischem Personal vollständig: „Sie werden jeden Tag mit Geburt, Alter, Krankheit und Tod konfrontiert und arbeiten dabei unter enormem Druck. Trotzdem erscheinen sie immer wieder zur Arbeit, um Leben zu retten. Das ist alles andere als einfach.“
Cheryl Yang sagte über ihre Figur He Yu-hua: „Was ich an ihr liebe, ist, dass ihre Stärke sie nicht immun gegen Schmerz macht. Nach all den Jahren als Ärztin besteht ihr erster Instinkt darin, die Situation einzuschätzen, zu handeln und das Problem zu lösen. Sie ist es gewohnt, die Person zu sein, auf die sich andere verlassen. Aber auch sie hat Angst und zweifelt an sich selbst. Wenn sie den weißen Kittel trägt, muss sie Ärztin sein. Wenn sie ihn auszieht, ist auch sie nur ein Mensch.“
Kent Tsai erklärte über Lin Geng-ming: „Ärzte sind ganz normale Menschen. Sie haben Angst, machen Fehler und manchmal können sie jemanden nicht retten. Aber am nächsten Tag müssen sie trotzdem wieder zur Arbeit erscheinen. Ich hoffe, dass die Zuschauer sehen, wie diese Figuren herausfinden, woran sie glauben, und lernen, an sich selbst zu glauben.“
Chan Tzu-hsuan sagte über Tang Hsi: „Die Realität in der Notaufnahme stellt nach und nach ihre Vorstellungen davon infrage, was es bedeutet, Ärztin zu sein. Durch diesen Prozess findet sie ihre eigenen Antworten und entdeckt, welche Art von Ärztin sie werden möchte.“
Payne Peng erklärte zu seiner Figur Chiang Tung-yen: „Er wirkt selbstbewusst, doch darunter verbergen sich ungelöste Konflikte und feste Überzeugungen darüber, Leben zu retten. Ich wollte diese Vielschichtigkeit und Entschlossenheit in die Rolle einbringen.“
Regisseur Isaac Li sagte über den Anspruch der Produktion: „Wir wollten die Grenzen des taiwanischen Krankenhausdramas erweitern. Unsere Hoffnung ist es, eine Serie zu schaffen, die in Taiwan verwurzelt ist, deren menschliche Geschichten und Themen aber in ganz Asien Anklang finden und den Zuschauern vielleicht auch etwas geben, über das sie intensiver nachdenken können.“
Autor und Regisseur Huang Ching-tsu ergänzte: „Im Kern ist dies eine Geschichte über ganz normale Menschen, die ihre Träume verfolgen. Durch die Entwicklung dieser Figuren hoffen wir, allen, die sich verloren fühlen, die Motivation zu geben, ihre eigenen Träume weiterzuverfolgen.“






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