Vermischtes

ZDF will KI-Untertitel bei Livestreams zum Standard machen

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Mit der Roadmap Access 2028 baut das ZDF seine barrierefreien Angebote aus. Künstliche Intelligenz soll dabei zunehmend Untertitel und Audiodeskriptionen ermöglichen.

Künstliche Intelligenz soll beim ZDF künftig eine deutlich größere Rolle bei der barrierefreien Aufbereitung von Programminhalten spielen. Im Rahmen seiner neuen Roadmap Access 2028 erprobt der Sender derzeit unter anderem KI-generierte Untertitel für Formate, die ausschließlich online beziehungsweise als Livestream angeboten werden. Dazu gehören «ZDFheute live» und Sport-Events.

Aus den laufenden Versuchen soll schon im kommenden Jahr ein reguläres Angebot entstehen. Ab Ende 2027 plant das ZDF, die Untertitelung von Event-Livestreams standardmäßig anzubieten. Damit soll die Technologie insbesondere dort zum Einsatz kommen, wo klassische Untertitel aufgrund der Live-Situation aufwendiger bereitzustellen sind. Auch bei der Audiodeskription greift das ZDF bereits auf KI-Unterstützung zurück. Nach Senderangaben wird die Technik bei «Terra X» und «einfach Mensch» eingesetzt. Bis 2028 sollen weitere Angebote aus dem Dokumentationsbereich hinzukommen. Damit wird künstliche Intelligenz zu einem Baustein der Strategie, barrierefreie Fassungen über unterschiedliche Ausspielwege hinweg auszubauen.

Unabhängig vom KI-Einsatz sieht Access 2028 vor, neue ZDF-Inhalte grundsätzlich mit Untertiteln verfügbar zu machen. Ab Anfang 2027 sollen zudem Programmtrailer im linearen Fernsehen und im Streaming untertitelt werden. Bei geeigneten Genres und besonderen Ereignissen ist außerdem eine Ausweitung der Audiodeskription geplant. Auch das Angebot in Deutscher Gebärdensprache wird erweitert. Ab 2027 sollen unter anderem «Der Bergdoktor», «Die Bergretter» und «Markus Lanz» in einer DGS-Fassung bereitstehen. Die Angebote sollen sich dabei stärker an den Interessen der Nutzer orientieren.

ZDF-Intendant Dr. Norbert Himmler: „Für die Umsetzung unseres Zielbilds 'Ein ZDF für alle' ist die Zugänglichkeit zu unseren Angeboten eine wesentliche Voraussetzung. Darum entwickeln wir Barrierefreiheit konsequent weiter. Weg von einzelnen Maßnahmen hin zu einem integrierten Zugang über alle Ausspielwege hinweg.“ In Deutschland gibt es rund 1,2 Millionen blinde und sehbehinderte Menschen, taube und gehörlose Menschen werden auf 80.000 Personen geschätzt.

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