Sisis Enkelin, Tochter des Kronprinzen und später überzeugte Sozialistin: 3sat widmet Elisabeth Marie von Österreich am Dienstag, 13. Oktober 2026, um 22.25 Uhr die Dokumentation «Die rote Erzherzogin». Der Film von Wolfgang Winkler zeichnet ein Leben nach, das sich weit von den Erwartungen des Wiener Kaiserhauses entfernte.Elisabeth Marie kam am 2. September 1883 auf Schloss Laxenburg bei Wien zur Welt. Als einziges Kind von Kronprinz Rudolf und Stephanie von Belgien war ihr Lebensweg scheinbar vorgegeben. Doch bereits im Alter von fünf Jahren verlor sie ihren Vater. Dessen Tod in Mayerling wurde zunächst als Jagdunfall dargestellt. Erst Jahre später erfuhr sie von den tatsächlichen Umständen und von Mary Vetsera, die gemeinsam mit Rudolf starb.
Unter ihrem Spitznamen „Erzsi“ wurde Elisabeth Marie zunächst als Repräsentantin des Kaiserhauses aufgebaut und begleitete ihren Großvater, Kaiser Franz Joseph, bei öffentlichen Auftritten. Später widersetzte sie sich jedoch zunehmend den gesellschaftlichen Erwartungen. Ihr Leben war von einer schwierigen Ehe, leidenschaftlichen Beziehungen und Auseinandersetzungen um ihre Kinder geprägt.
Nach dem Ende der Monarchie näherte sich Elisabeth Marie der Sozialdemokratie an und setzte sich für sozialistische Ideen sowie die Emanzipation von Frauen ein. Ihre politische Haltung brachte ihr den Beinamen „rote Erzherzogin“ ein. Daneben beschäftigte sie sich mit Magie und Parapsychologie und arbeitete in entsprechenden Forscherkreisen mit. Die ORF-Dokumentation wird bei 3sat erstmals ausgestrahlt.







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