Für SkyShowtime könnte es ernst werden. Comcast und Paramount Skydance haben eine Überprüfung der strategischen Optionen für ihren gemeinsamen europäischen Streamingdienst eingeleitet. Das geht aus einem Schreiben des Verwaltungsrats an SkyShowtime-Chef Monty Sarhan hervor. Darin wird ausdrücklich festgehalten, dass zu den möglichen Szenarien auch eine Abwicklung des Angebots gehört. Eine Entscheidung sei allerdings noch nicht gefallen.Der Schritt wird mit dem zunehmend schwierigen Streamingmarkt begründet. In dem Schreiben heißt es, SkyShowtime bewege sich in einem der wettbewerbsintensivsten Bereiche der Medienindustrie. Trotz der Arbeit des Teams und des bisher aufgebauten Geschäfts habe sich das Marktumfeld weiter verändert und bleibe herausfordernd. Deshalb wollten die beiden Eigentümer nun sämtliche strategischen Möglichkeiten prüfen.
SkyShowtime war Ende 2022 gestartet und wurde anschließend schrittweise in mehr als 20 europäischen Märkten ausgerollt. Der Dienst bündelt unter anderem Inhalte aus dem Umfeld von Paramount+, Peacock und Sky. Deutschland gehört allerdings nicht zu den SkyShowtime-Märkten. Gerade in Ländern, in denen die großen US-Konzerne nicht mit ihren eigenen globalen Streamingplattformen vertreten sind, sollte das Gemeinschaftsunternehmen deren Inhalte bündeln.
Zusätzliche Spekulationen über die Zukunft hatte zuletzt die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount ausgelöst. Laut „Variety“ gab es bereits Berichte, wonach SkyShowtime perspektivisch in Paramount+ aufgehen könnte. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person betonte gegenüber dem Branchenmagazin allerdings, dass die nun gestartete Prüfung unabhängig davon erfolge und gemeinsam von beiden SkyShowtime-Gesellschaftern angestoßen worden sei.
Für die Beschäftigten ändert sich zunächst nichts. Sarhan teilte seinem Team mit, die Nachricht schaffe verständlicherweise Unsicherheit. Zugleich machte der Verwaltungsrat deutlich, dass SkyShowtime vorerst normal weitergeführt werde. Sämtliche Positionen blieben unverändert, Kunden und Partner sollten weiterhin wie gewohnt bedient werden. Auch die operative Planung für 2027 soll zunächst fortgesetzt werden.






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