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arte geht den ältesten Höhlenmalereien der Menschheit nach

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Neue Funde auf der indonesischen Insel Sulawesi stellen bisherige Vorstellungen über die Entstehung menschlicher Kunst grundlegend infrage.

Der Sender arte nimmt seine Zuschauer am Samstag, 10. Oktober, um 21.40 Uhr mit nach Indonesien. Die 56-minütige Dokumentation «Sulawesi – Am Anfang war die Höhlenmalerei» von Pascal Goblot und Denis van Waerebeke beschäftigt sich mit spektakulären archäologischen Entdeckungen, die das bisherige Bild von den Anfängen der Kunst verändern. Eine Wiederholung ist für Dienstag, 13. Oktober, um 10.25 Uhr vorgesehen.

Lange galt Europa als Wiege der frühen figurativen Kunst. Höhlenmalereien wie jene im französischen Lascaux, die rund 18.000 Jahre alt sind, oder die etwa 36.000 Jahre alten Bilder der Chauvet-Höhle stützten die Annahme, dass der entscheidende kulturelle Entwicklungsschritt des Homo sapiens vor ungefähr 40.000 Jahren in Europa stattgefunden habe. Neue Entdeckungen auf der indonesischen Insel Sulawesi stellen diese Vorstellung jedoch zunehmend infrage.

Einen entscheidenden Wendepunkt gab es 2014. Mithilfe neuer Datierungsmethoden konnten Wissenschaftler nachweisen, dass zuvor für wesentlich jünger gehaltene Felsmalereien auf Sulawesi bereits mindestens 40.000 Jahre alt waren. In den folgenden Jahren wurden Hunderte weitere Höhlen mit prähistorischen Bildern entdeckt. Einige der Darstellungen konnten auf ein Mindestalter von mehr als 50.000 Jahren datiert werden.

Inzwischen reichen die Erkenntnisse noch weiter zurück. Ein Anfang 2026 in der Fachzeitschrift „Nature“ vorgestellter Fund soll mindestens 67.800 Jahre alt sein und gilt damit als bislang älteste bekannte Höhlenmalerei der Welt. Die Entdeckung verschiebt die zeitliche Einordnung menschlicher Bildkunst noch einmal erheblich und wirft zugleich die Frage auf, wo diese Fähigkeit ursprünglich entstanden ist.

Denn der Homo sapiens entwickelte sich nach heutigem Forschungsstand bereits vor mehr als 300.000 Jahren in Afrika. Wenn Menschen lange vor den bekannten europäischen Höhlenbildern komplexe Darstellungen anfertigten, könnten die dafür notwendigen geistigen Fähigkeiten schon wesentlich früher vorhanden gewesen sein. Denkbar ist damit auch, dass sich künstlerischer Ausdruck bereits in Afrika entwickelte und anschließend mit den Wanderungsbewegungen des Homo sapiens über die Welt verbreitete.

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