Der Begriff „Spielerfrau“ ist mit zahlreichen Klischees verbunden. Laura Schmitt, im Netz besser bekannt als Laura Abla, möchte allerdings gerade nicht auf die Beziehung zu einem Fußballprofi reduziert werden. Die Influencerin hat sich schon lange vor ihrer Partnerschaft mit dem spanischen Nationalspieler Dani Olmo eine eigene Community aufgebaut. Heute erreicht sie Hunderttausende Menschen auf Instagram und TikTok, produziert YouTube-Videos, arbeitet als Model und steht gemeinsam mit ihrem Freund Ceddo für einen erfolgreichen Podcast auf der Bühne.Angefangen hat ihre Social-Media-Karriere eher beiläufig. Schmitt arbeitete damals noch bei einer Event-Agentur in Berlin und erzählte in kurzen Videos aus ihrem Alltag. Ihr erstes TikTok veröffentlichte sie nach eigener Aussage lediglich aus Spaß – innerhalb eines Tages kam es bereits auf rund 8.000 Aufrufe. Schmitt begann daraufhin, regelmäßig neue Videos zu produzieren. Auch bei Instagram wuchs ihre Reichweite schnell. Nachdem ein befreundeter Influencer sie in seiner Story erwähnt hatte und zahlreiche neue Follower hinzukamen, scherzte sie darüber, nun ein Star zu werden.
Aus dem Scherz entwickelte sich tatsächlich eine Karriere. Schmitt überzeugte ihre wachsende Community mit Humor, Selbstironie und persönlichen Einblicken. Dabei sprach sie auch über schwierige Phasen ihres Lebens. So thematisierte sie öffentlich die Trennung und Scheidung von ihrem damaligen Ehemann, für den sie zuvor in die Türkei gezogen war. Aus dieser Zeit stammt auch ihr Online-Name „Abla“: Das türkische Wort bedeutet übersetzt „große Schwester“. Trotz ihrer wachsenden Reichweite und erster Einnahmen als Influencerin behielt sie ihren Beruf bei der Berliner Event-Agentur zunächst bei, weil ihr die Arbeit dort weiterhin Freude bereitete.
Ein weiteres wichtiges Kapitel begann im Oktober 2023. Gemeinsam mit dem YouTuber Ceddo, der mit bürgerlichem Namen Cedric heißt, startete Schmitt einen Podcast. Die Ausgangsidee war ungewöhnlich: Zwei Menschen, die sich zuvor praktisch nicht kannten, wollten herausfinden, ob mithilfe der berühmten „36 Fragen zum Verlieben“ auch eine Freundschaft entstehen kann. Aus dem Experiment wurde tatsächlich eine enge Freundschaft.
Dabei blieb es nicht bei Gesprächen im Studio. Gemeinsam fuhren die beiden mit E-Bikes von Las Vegas nach Los Angeles und dokumentierten das Abenteuer für ihre Zuhörer. Inzwischen gehören Schmitt und Ceddo zu den engsten Freunden des jeweils anderen, auch wenn Laura mittlerweile in Barcelona lebt. 2026 gingen die beiden erstmals gemeinsam auf Podcast-Tour. Die Nachfrage war groß, zahlreiche Tickets waren innerhalb kurzer Zeit vergriffen. Noch nach den ersten Live-Auftritten kündigten sie deshalb eine weitere Tour für 2027 an, für die größere Hallen vorgesehen sind.
Ihre Beziehung zum spanischen Fußballspieler Dani Olmo hielt Schmitt dagegen zunächst weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Mittlerweile taucht der Profi gelegentlich in ihren Beiträgen und YouTube-Videos auf, doch zum Mittelpunkt ihres Contents ist die Beziehung nicht geworden. Das passt zu Schmitts Anspruch, ihre eigene berufliche Identität nicht hinter der Karriere ihres Partners verschwinden zu lassen.
YouTube entdeckte sie vergleichsweise spät für sich. Erst im Juli 2025 begann sie dort regelmäßig Videos zu veröffentlichen. Während Instagram und TikTok für sie nach eigener Aussage irgendwann kaum noch das Gefühl klassischer Arbeit vermittelten, suchte sie mit längeren YouTube-Videos eine neue Herausforderung. Dort setzt sie vor allem auf Vlogs und nimmt ihre Zuschauer mit durch ihren Alltag. Shopping, Sport, Matcha, Reisen und ihre Arbeit als Model gehören zu den wiederkehrenden Themen. Anfang August 2026 kam ihr Kanal bereits auf mehr als 62.000 Abonnenten.
Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt ihr Content rund um die Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Schmitt wollte Dani Olmo bei seinen Spielen unterstützen, gleichzeitig aber nicht ausschließlich als Begleitung eines Fußballers wahrgenommen werden. Gemeinsam mit ihrer Stylistin Morena machte sie deshalb aus ihren Stadionbesuchen ein eigenes Projekt. Für die Spiele entstanden individuelle Looks mit personalisierten Shirts und Jacken sowie Vintage-Fußballschuhen. Schmitt präsentierte die Outfits auf ihren Social-Media-Kanälen und dokumentierte die Entstehung auch für YouTube. Die Looks sorgten schließlich sogar außerhalb ihrer eigenen Community für Aufmerksamkeit und wurden unter anderem von der „Vogue“ aufgegriffen.
Gerade dieser Umgang mit ihrer Beziehung passt zu dem Bild, das Laura Abla seit Jahren von sich vermittelt. Sie unterstützt ihren Partner, ohne die eigene Karriere dafür in den Hintergrund zu stellen. Gleichzeitig lässt sie ihre Community an Erfolgen ebenso teilhaben wie an Veränderungen und persönlichen Rückschlägen.
Laura Abla ist damit längst mehr als „die Freundin von Dani Olmo“. Ihre Reichweite entstand unabhängig vom Fußball, und mit Podcast, Modeljobs und YouTube hat sie ihre Aktivitäten inzwischen deutlich erweitert. Dass inzwischen zusätzlich ein international bekannter Fußballspieler Teil ihres Lebens ist, liefert zwar neue Geschichten für ihre Kanäle – zum eigentlichen Inhalt ihrer Karriere hat Schmitt ihn aber bewusst nicht gemacht.







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