Matcha gilt als gesund, hochwertig und ist aus Cafés sowie sozialen Netzwerken kaum noch wegzudenken. Doch hinter dem Boom verbirgt sich eine weniger bekannte Seite. Die ZDF-Dokumentation «Matcha – Genuss mit Beigeschmack» läuft am Sonntag, 13. September, um 15.30 Uhr und steht bereits ab 11. September in der ZDFmediathek zur Verfügung.Für den Film reist Reporterin Victoria Reichelt nach Japan, wo Matcha seit Jahrhunderten Teil der Teekultur ist. In der traditionsreichen Anbauregion Uji begleitet sie den Teebauern Jintaro Yamamoto, dessen Familie den hochwertigen Grüntee bereits in sechster Generation produziert. Die Dokumentation zeigt, wie aufwendig die Herstellung des echten Matchas ist und warum die traditionellen Produzenten die weltweit rasant gestiegene Nachfrage kaum noch bedienen können.
Die Folgen des Booms sind inzwischen deutlich spürbar. 2025 wurden mehr als 600 Tonnen japanischer Matcha nach Deutschland importiert – ein Rekordwert. Gleichzeitig gelangen immer häufiger minderwertige Produkte und Fälschungen auf den Markt. Da der Begriff Matcha lebensmittelrechtlich nicht geschützt ist, setzen zahlreiche Hersteller auf Mischungen mit preisgünstigem Grünteepulver. Matcha-Experte Marcel Karcher erklärt im Film, dass Herkunft und Qualität für Verbraucher oft kaum nachvollziehbar seien und deshalb vielfach getäuscht werde.
Neben der Frage, woran sich hochwertiger Matcha erkennen lässt, untersucht die Dokumentation auch die gesundheitlichen Versprechen rund um das Trendgetränk. Gemeinsam mit Medizinern, Lebensmittelchemikern und Verbraucherschützern geht Victoria Reichelt der Frage nach, welche Auswirkungen der weltweite Matcha-Hype auf Umwelt, Anbau und Qualität hat – und welche Rolle dabei Pestizide, Schadstoffe und industrielle Produktion spielen.







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